EZB will Klimaschutz in der Geldpolitik größeres Gewicht geben

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) will dem Klimaschutz in ihrer Geldpolitik größeres Gewicht geben. Der EZB-Rat habe "einen umfassenden Aktionsplan mit einem ehrgeizigen Fahrplan zur weiteren Einbeziehung von Klimaschutzüberlegungen in seinen geldpolitischen Handlungsrahmen beschlossen", teilte die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mit.

Mit diesem Beschluss unterstreiche das Führungsgremium der Zentralbank für die 19 Eurostaaten seine Verpflichtung, "ökologische Nachhaltigkeitsüberlegungen systematischer in seiner Geldpolitik zu berücksichtigen". Das sei eines der Ergebnisse der Strategieüberprüfung, die die EZB in den vergangenen 18 Monaten vorgenommen habe.

Beim Kauf von Unternehmensanleihen habe die EZB bereits damit begonnen, "relevante Risiken des Klimawandels" in ihren Prüfverfahren für den Ankauf von Vermögenswerten zu berücksichtigen, erklärte die Notenbank.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte sich wiederholt für mehr Engagement für Klima- und Umweltschutz ausgesprochen. Die Französin hatte immer wieder bekräftigt, die EZB werde im Rahmen ihres Mandats zu den Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel beitragen.

Ob Notenbanken umweltpolitische Ziele mit ihrer Geldpolitik unterstützen sollten, ist unter Notenbankern und Ökonomen umstritten. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob eine Zentralbank bei Anleihenkäufen "grüne" Wertpapiere anderen Papieren vorziehen sollte.

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