EZB-Ratsmitglied Villeroy hält Inflation nicht nur für zu hoch

(Bloomberg) -- Die Europäische Zentralbank muss ihre Stimulusmaßnahmen nach den Worten von Ratsmitglied François Villeroy de Galhau stutzen, da die Inflation zu stark und zu breitgefächert sei.

Auf einer Wirtschaftskonferenz in Paris verwies der Chef der französischen Notenbank in einer Rede darauf, dass inzwischen sogar die Kerninflation über dem EZB-Zielwert liege. Das Teuerungsmaß, das die Auswirkungen steigender Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, hat im Mai 3,8% erreicht.

“Die Inflation ist nicht nur zu hoch, sondern auch zu breit”, erklärte Villeroy. “Dies erfordert eine Normalisierung der Geldpolitik – ich sage Normalisierung und nicht Straffung.” Die Zentralbanksitzung nächste Woche werde “entscheidend” sein, auf die Entwicklung eine Antwort zu formulieren.

Weitere Kommentare gab Villeroy nicht ab. Die Ratsmitglieder sollen sich in der Woche vor geldpolitischen Entscheidungen zum Thema nicht öffentlich äußern. Die nächste Zinsentscheidung der EZB steht am 9. Juni an. Die Beratungen dazu beginnen einen Tag eher.

Überschrift des Artikels im Original:

ECB’s Villeroy Says Inflation Is Too Strong and Too Broad

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