EZB gibt keine konkreten Hinweise auf weniger lockere Geldpolitik

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat noch keine konkreteren Signale für eine absehbar weniger lockere Geldpolitik gegeben. Wie die Notenbank am Donnerstag mitteilte, wird sie ihr auf 2,3 Billionen angewachsenes Wertpapierkaufprogramm noch bis mindestens September fortsetzen. Eine Verlängerung zu diesem Zeitpunkt ist weiterhin denkbar, falls die EZB keine nachhaltige Annäherung der Inflation an ihren Zielwert von knapp zwei Prozent feststellt. Selbst eine Ausweitung der monatlichen Käufe von derzeit 30 Milliarden Euro ist laut Notenbank möglich.

Damit hat die EZB ihre geldpolitische Kommunikation zunächst nicht verändert. Analysten hatten damit mehrheitlich gerechnet. Erwartet wird jedoch, dass die Notenbank ihre auch als "Guidance" bekannte Signalsprache zur nächsten Sitzung im März anpasst und damit ein Ende ihrer bald drei Jahre laufenden Geldschwemme vorbereitet. Ihre Leitzinsen beließ die EZB unterdessen wie allgemein erwartet unverändert.

EZB-Chef Mario Draghi wird sich ab 14.30 Uhr der Presse stellen. Mit Spannung wird erwartet, ob er sich zur Aufwertung des Euro in den vergangenen Wochen äußert.