EZB erwartet übergangsweise höhere Inflation

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet nur übergangsweise mit einer höheren Inflation im Euroraum. Wie EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag in Frankfurt nach der Zinssitzung sagte, dürfte die Inflationsrate in diesem Jahr 1,5 Prozent betragen. Bisher war die Notenbank von 1,0 Prozent ausgegangen. Für 2022 wurde die erwartete Rate von 1,1 auf 1,2 Prozent erhöht. Für 2023 wurde die Projektion unverändert auf 1,4 Prozent belassen.

Lagarde erklärte, im laufenden Jahr dürfte die Teuerung vor allem aufgrund einmaliger Entwicklungen ansteigen. Anfang 2022 sollten diese schon nicht mehr wirken. Der grundsätzliche Preisauftrieb sei nach wie vor gedämpft. Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Das Ziel wurde seit Jahren nicht mehr nachhaltig erreicht.

Ihre Prognosen für das wirtschaftliche Wachstum in der Eurozone veränderte die Notenbank kaum. Für dieses Jahr wird ein Wirtschaftswachstum von 4,0 (bisher 3,9) Prozent erwartet, 2022 dürfte die Euroraum-Wirtschaft um 4,1 (bisher 4,2) Prozent wachsen. 2023 wird ein Wachstum von 2,1 Prozent erwartet.

Die Prognosen der EZB werden vom Mitarbeiterstab erstellt und dienen dem EZB-Rat als Entscheidungshilfe.