„Exzessive Ungleichheit“: IWF warnt vor einem Zusammenbruch des globalen Systems

Annette Dönisch
Der Eingang des Internationalen Währungsfond in Washington D.C.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist besorgt. Zwar geht die globale Ungleichheit zurück — Länder wie China und Indien holen auf, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Innerhalb der Industrienationen vertieft sich die Spaltung zwischen armen und reichen Menschen jedoch. 

Diese Entwicklung ist zwar nicht neu — dass der IWF nun in einem seiner jüngsten „Fiscal Monitor“-Berichte davor warnt, gibt zusätzlich Anlass zur Sorge. Der Fonds, der eine Sonderorganisation der UNO ist und Ländern in Notlagen mit Krediten aushilft, sieht in der Ungleichheit der Gesellschaft ein großes Problem. Die Spaltung führe zu einem nachlassenden sozialen Zusammenhalt, zu politischer Polarisierung und zu einem abgeschwächten Wachstum, heißt es.

Die Steuerpolitik förderte die Kluft zwischen Arm und Reich 

Als Ursache für die zunehmende Ungleichheit in Industrienationen benennt der IWF die Steuerpolitik. Sie sei vor 20 bis 30 Jahren noch eine andere gewesen. Damals besteuerten OECD-Staaten ein Spitzeneinkommen mit durchschnittlich 62 Prozent. Im Jahr 2015 lag dieser Steuersatz bei nur 35 Prozent.

Die Absicht hinter der Steuersenkung für Top-Verdiener sei gewesen, die Wirtschaft anzukurbeln. Diesen Effekt bezweifelt der IWF allerdings.

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