Explosion in tschechischem Chemiewerk tötet sechs Arbeiter

Eine verheerende Explosion in einem Chemiewerk für Treibstoffe und Grundstoffe in Tschechien hat sechs Menschen getötet. Zwei Arbeiter seien mit Verbrennungen in Spezialkliniken gebracht worden,

so ein Sprecher der Rettungskräfte. In dem petrochemischen Betrieb in der

Industriestadt Kralupy nad Vltavou (Kralup an der Moldau), rund 25

Kilometer nordwestlich von Prag in in der Mittelböhmischen Region (Středočeský kraj), werden Treibstoffe und Grundstoffe für die Kunststoffindustrie hergestellt.

Marketa Jonova, Polizeisprecherin:

"Die Unfallstelle ist gesichert, es ist ein Ermittler da, der alle möglichen Ursachen und Umstände untersucht."

Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort, darunter zwei

Rettungshubschraubern.

Der Bürgermeister von Kralupy nad Vltavou, Petr Holecek:

"Es ist viele Jahre her, seit es einen Unfall gab. Die chemische Industrie ist sehr sicher, das ist wirklich selten."

Zu der Explosion kam es nach Angaben des Krisenstabs der Stadt bei der Reinigung eines leeren Tanks für Treibstoffe. Wahrscheinlich seien nicht alle Sicherheitsvorschriften

eingehalten worden. Ein Feuer brach demnach nicht aus. Mit sechs Toten ist es die schwerste Katastrophe in der tschechischen Chemieindustrie seit mehr als drei Jahrzehnten.

su mit dpa