Explosion im Hafen von Beirut: Libanesischer Architekt entwirft Gedenkstätte

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Ein libanesischer Architekt hat einen Park entworfen, mit dem ein Jahr nach der Katastrophe an die Explosion in Beirut erinnert werden soll.

Am 4. August 2020 war im Hafen der Stadt unsachgemäß

gelagertes Ammoniumnitrat explodiert, mit verheerenden Konsequenzen - über 200 Menschen kamen ums Leben.

6.000 Menschen wurden verletzt, 300.000 verloren ihr Zuhause, weil entweder die Häuser selbst oder die Infrastruktur zerstört wurden. Die Schäden gingen in die Milliarden - bis heute hat sich das Land nicht erholt.

Carlos Moubarak hat jetzt einen Park vorgeschlagen, der sowohl den Opfern als auch den Überlebenden gewidmet ist und die

historische Verbindung der Stadt mit dem Meer wieder herstellen will. Die Gedenkstätte soll zum Teilnehmen anregen und sämtliche Sinne ansprechen.

Der Park soll rund um den Ort der Katastrophe - die Ruinen eines Getreidesilos - errichtet werden, dabei sind zwei verschiedene Ebenen vorgesehen, die den Besucher*innen kontrastierende Eindrücke vermitteln sollen.

Die obere Ebene bietet einen Ausblick auf den Hafen, das Mittelmeer und die Skyline der Stadt, während darunter eine Ebene der Ruhe und des Innehaltens geplant ist. Der Ostteil der Docks, das Epizentrum der Explosion, beherbergt das Herzstück des Parks: Den Ring der Erinnerung. Der Ring soll Einheit vermitteln und ist mit einem Durchmesser von 120 Metern genauso groß wie der Krater, der durch die Explosion gerissen wurde .

Aufeinander abgestimmte Bereiche führen zur Gedenkstätte für die Opfer im Inneren des Rings. Jetzt hoffen die Organisatoren auf eine Umsetzung, die Beiruts historisches Hafengebiet wieder für die Menschen erschließen soll.

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