Expertenkommission fordert mehr Anstrengungen für Digitalisierung in Deutschland

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat die künftige Bundesregierung aufgefordert, vor allem im Bereich der Digitalisierung schnell zu handeln. "Angesichts der internationalen Herausforderungen und des digitalen Wandels müssen wir in der Innovationspolitik Gas geben", erklärte der Kommissionsvorsitzende Dietmar Harhoff anlässlich der Übergabe des EFI-Jahresgutachtens an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Wissenschaftler fordern unter anderem einen raschen Breitbandausbau und mehr digitale Bildung an Schulen.

"Der seit geraumer Zeit geplante Digitalpakt Schule sollte endlich auf den Weg gebracht werden", erklärte die aus sechs Wissenschaftlern bestehende Kommission. An den Schulen müsse der "Grundstein für die digitale Wissenschaftsgesellschaft" gelegt werden. "Hier muss jetzt geklotzt und nicht gekleckert werden, da Deutschland sonst hinter anderen Ländern weiter zurückfällt", mahnte Harhoff.

Die Kommission bezeichnete zudem die Breitbandinfrastruktur in Deutschland als nicht wettbewerbsfähig. Diese Schwäche bedrohe schon kurz- und mittelfristig die Innovationsfähigkeit des Landes. Sie erwarteten "ambitionierte Ausbauziele und deren baldige Umsetzung", erklärten die Experten. Die Kommission berät die Bundesregierung und legt seit 2008 regelmäßig Gutachten vor.