Experten schlagen eine Maßnahme vor, durch die sich mehr Deutsche eine Immobilie leisten können

Annette Dönisch
Villa mit Garten

Wer ein Grundstück kauft, zahlt nicht nur den Kaufpreis, sondern auch eine Steuer — die Grunderwerbsteuer. Lag diese bis 2006 in ganz Deutschland bei 3,5 Prozent, können die Bundesländer seither den Steuersatz selbst festlegen. Experten kritisieren dies, denn mittlerweile ist die Steuer auf Grundstücke deutlich gestiegen.

Von einheitlichen 3,5 Prozent erhöhte sich in manchen Ländern der Satz auf teils 6,5 Prozent. Die Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) fordern eine Senkung. Denn wenn die Grunderwerbsteuer hoch geht, steigen die Preise für Wohneigentum. „Gerade Haushalte mit kleinen Einkommen kommen daher immer schwerer an Immobilien“, sagt IW-Wissenschaftler Michael Voigtländer. Die Käufer sollten stattdessen entlastet werden, damit sie leichter Vermögen aufbauen können.

Den Ländern dürfte diese Forderung missfallen, die Grunderwerbsteuer stellt für sie eine wichtige Einnahmequelle dar. Allein dieses Jahr nahmen sie laut IW hierdurch 13 Milliarden Euro ein.

Ungleicher Steuersatz

Nur in Bayern und Sachsen blieb der Steuersatz seit 2006 bei 3,5 Prozent. Auf das bundesweite Höchstmaß von 6,5 Prozent stieg er in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Thüringen und dem Saarland. In den anderen Bundesländern bewegt sich die Grunderwerbsteuer zwischen 4,5 und sechs Prozent. 

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