Experten prophezeien Audi schwierigen Start in Formel 1

Experten prophezeien Audi schwierigen Start in Formel 1
Experten prophezeien Audi schwierigen Start in Formel 1

Die Formel 1 empfängt Audi mit offenen Armen, doch mehrere Experten prophezeien dem Automobilhersteller im Jahr 2026 einen schwierigen Start. "Einen Motor innerhalb von drei Jahren unter dem existierenden Kostenlimit zu bauen, ist extrem ambitioniert", sagte der frühere Pilot Christian Danner dem Donaukurier: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass man da in außerordentliche Schwierigkeiten geraten wird, um einen kompetitiven Motor rechtzeitig zur Saison 2026 am Laufen zu haben."

Audi-Technikvorstand Oliver Hoffmann hatte sich am Freitag bei der Verkündung des Einstiegs gelassen gegeben und auf den komplexen Elektro-Antriebsstrang verwiesen, den Audi bei der Rallye Dakar einsetzt. Danner sieht in dieser Aussage eine "Distanz zur Realität, um nicht zu sagen eine Realitätsfremde. Denn in der Formel 1 liegt die Latte so brutal hoch, da habe ich keine Lösung, wie das gehen soll, wie man das in der Zeit schaffen soll." Er drücke aber "alle Daumen, die ich habe, denn ich möchte natürlich einen guten, einen erfolgreichen Audi sehen", sagte Danner.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner äußerte sich am Rande des Großen Preises von Belgien (Sonntag 15.00 Uhr/Sky) etwas diplomatischer. "Wenn man bei Null anfängt, ist das eine enorme Herausforderung", erklärte der Brite. Für neue Teilnehmer werde es auch aufgrund des Budgetdeckels "schwierig" sein, den Wissensrückstand auf die etablierten Motorenhersteller Mercedes, Ferrari und Renault aufzuholen - auch wenn diese ebenfalls zur Saison 2026 einen neuen Antriebsstrang konzipieren müssen, der günstiger ist als der bisherige und bei dem sich der Elektroanteil auf 50 Prozent erhöht.

In diesem Kontext betrachtet Horner auch sein Team als "Einsteiger". Die 2021 gegründete Motorabteilung von Red Bull (Red Bull Powertrains) muss 2026 ebenfalls erstmals eine eigene Antriebseinheit konzipieren und produzieren. Bis Ende 2025 verwendet das Team von Weltmeister Max Verstappen noch die technologisch eingefrorenen Aggregate von Honda.