Ein Experte erklärt, warum der starke Euro für euch gefährlich ist

Christoph Damm
euro dollar 4x3

Wenn jemand vor einem Jahr behauptet hätte, dass der Euro 2017 über die Marke von 1,20 US-Dollar steigen wird, wäre diese Meinung vermutlich schnell ins Reich der Fabeln geschoben worden. Denn der Tenor war klar: es wird eine Parität zwischen Euro und US-Dollar geben — vermutlich wird der Euro sogar weniger wert sein als die amerikanische Währung. Diesen Weg schlug die europäische Gemeinschaftswährung auch tatsächlich ein: Zum Jahresende 2016 notierte der Euro noch bei 1,04 US-Dollar.

Doch diese Ansicht hat sich auf breiter Front komplett gedreht. Der Dollar fällt, der Euro steigt — und das zuletzt eben wieder so hoch, wie vor drei Jahren. Der Abgesang scheint also verfrüht — dabei will die EZB eigentlich einen schwachen Euro. Doch auch die USA sind bestrebt, ihre Währung zu schwächen und scheinen sich dabei aktuell durchzusetzen.

„Für Verbraucher ist ein starker Euro kurzzeitig nett, mittel- bis langfristig allerdings eine Gefahr“, sagt Devisen-Experte Daniel Fehring gegenüber Business Insider. Auf den folgenden Seiten erklären wir euch, welche Risiken damit gemeint sind.

Euro seit Jahresbeginn kräftig im Aufschwung

Seit Jahresbeginn hat der Euro gegenüber dem US-Dollar in der Spitze um über 15 Prozent zugelegt — im Devisenbereich sind das Welten. „Es gibt dafür eigentlich keine Erklärung. Dadurch, dass die US-Notenbank bereits die Zinsen leicht angezogen hat, müsste der US-Dollar profitieren — doch das tut er nicht“, fasst Experte Fehring zusammen.

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