Ein Experte erklärt, warum ein handschriftliches "Danke" der Schlüssel zu motivierten Mitarbeitern sein kann

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Als der Professor Peter Cardon, Experte für Unternehmenskommunikation an der University of Southern California, eine seiner letzten Studie durchgeführt hatte, verblüfften ihn die Ergebnisse.

In der Studie, die er zusammen mit den Co-Autoren Janna Wong und Cole Christie durchgeführt hatte, waren 1.200 amerikanische Arbeitnehmer befragt worden. Die Forscher hatten von ihnen wissen wollen, wie sie zum Einsatz von Danksagungen in Unternehmen – vor allem vonseiten ihrer Chefs – standen.

Dabei stellte sich heraus, dass 25,3 Prozent der 18- bis 29-Jährigen – die wohlgemerkt im Zeitalter der digitalen Kommunikation aufgewachsen sind – eine schriftliche Danksagung einer mündlichen bevorzugten. Das war sogar etwas mehr als bei den 45- bis 60-Jährigen (23,9 Prozent).

Die Studie zeigte auch, wie wichtig ein Dankeschön für die Loyalität und Motivation der Mitarbeiter sein kann. 53 Prozent, also mehr als die Hälfte der Befragten, gaben an, dass sie länger in ihrem Unternehmen bleiben würden, wenn ihre Chefs mehr Wertschätzung zeigen würden. 81 Prozent sagten, dass sie dadurch auch motivierter wären.

Cardon verriet Business Insider seine Top-Tipps für den Einsatz von Dank, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter glücklich und motiviert sind.

Priorisieren Sie das "Danke" von Mensch zu Mensch

Cardon sagte, er hätte erwartet, dass Menschen eher einen öffentlichen Dank vor den Augen aller, zum Beispiel bei einem Teammeeting, schätzen würden, "weil sie vor ihren Kollegen Anerkennung für etwas bekommen."

Aber 65,5 Prozent der Befragten gaben an, dass sie private Danksagungen öffentlichen Danksagungen vorziehen. Der Forscher sagt, es sei besonders wichtig, dass Manager dies wüssten, "weil ihr Instinkt darin besteht, diesen Dank vor dem ganzen Team auszusprechen."

Cardon nannte als positives Beispiel Sheldon Yellen, CEO von Belfor, der sich jedes Jahr mit handgeschriebenen Geburtstagskarten bei jedem seiner 9.200 Mitarbeiter bedankt. "Ein ziemlich guter Prozess für Manager ist es, sicherzustellen, dass Sie sich zumindest regelmäßig bei jedem der Mitarbeiter bedanken, die Ihnen unterstellt sind", sagte Cardon.

Warum der Wunsch nach handschriftlichen Danksagungen bei der jüngsten Generation genauso groß ist wie bei den älteren Generationen könnte Cardon zufolge daran liegen, dass jüngere Berufstätige mehr Wert auf vorzeigbare Leistungen legen, von denen ein schriftliches Dankeschön einen Nachweis liefern kann

"Finden Sie Wege, Danksagungen zu verteilen, die später als Bestätigung ihrer Leistung angesehen werden können", rät er Managern von jungen Fachkräften. "Die meisten Menschen kommunizieren auf die Art und Weise, die sie bevorzugen – das ist für uns ganz natürlich", so Cardon. Nicht immer sei das aber unbedingt die Art und Weise, wie der Empfänger die Dankbarkeit am liebsten übermittelt. Es sei daher wichtig herauszufinden, wie das eigene Team ticke.

Entwickelt ein Repertoire und eine Routine für Danksagungen

Cardon sagte, er sei erstaunt gewesen, wie viele Menschen ihn seit der Veröffentlichung der Studie im Jahr 2019 kontaktiert hätten, um "ihre eigenen Erfahrungen mit einem wirklich besonderen Dankeschön zu teilen, das fünf oder zehn Jahre zurückliegt."

"Es reicht nicht aus, nur beiläufig damit umzugehen - es sollte eine Routine sein, mit der sich die Leute regelmäßig beschäftigen", sagte Cardon. Er schlägt vor, sich jeden Arbeitstag in drei Minuten Selbstreflexion zu üben, "um herauszufinden, warum man andere schätzt."

Es gehe nicht darum, einfach ein Dankeschön auszusprechen, sagt er. Es gehe darum, darüber nachzudenken, was das Besondere an einer bestimmten Danksagung an einen bestimmten Mitarbeiter ist. Werdet also kreativ, um sicherzustellen, dass Menschen sich an euer "Danke" erinnern.

Dieser Text wurde aus dem Englischen übersetzt und editiert. Den Originalartikel findet ihr hier.

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