Auf Expansionskurs: Amazon Locker

Thaddeus Herrmann
Auf Expansionskurs: Amazon Locker


Amazon hat heute in Berlin über den aktuellen Stand und die Ausbaupläne des hauseigenen Abholstations-Systems informiert: Amazon Locker. Schon im vergangenen Jahr hatte Amazon damit begonnen, erste dieser Stationen auch in Deutschland zu installieren, ohne das jedoch groß zu bewerben. Was dazu führt, dass viele Kunden noch gar nicht wissen, das dieses Netz eine weitere Möglichkeit ist, sich seine Pakete liefern zu lassen.

Aktuell gibt es in Deutschland 180 solcher Amazon Locker, derzeit vornehmlich verteilt auf die Ballungsräume Berlin, München, Augsburg, Hamburg und Rhein-Ruhr. Amazon arbeitet mit Partnern zusammen und nutzt deren Standorte für die Locker. Der größte davon ist Shell mit seinen Tankstellen mit über 100 Stationen bundesweit. Bis zum Jahresende sollen es bereits 200 sein. Jenseits von Shell arbeitet Amazon auf mit Edeka und Aldi Süd, in Berlin auch mit Einzelhändlern, den Spätis.

Neuester Partner ist o2/Telefonica. Der Mobilfunker hat in einigen Shops die Stationen aufgestellt: konkret in Berlin, München und Wuppertal. Der neueste Locker wurde heute im Flaggschiff-Store auf der Tauentzienstraße in der City West eingeweiht.



Das Funktionsprinzip entspricht dem der DHL-Packstation und muss nicht detailliert erklärt werden. Der Locker wird als Lieferadresse angegeben, ist das Paket dort angekommen, verschickt Amazon eine E-Mail, der enthaltene Zahlen- bzw. Barcode öffnet das Schließfach. Bei technischen Problemen hilft eine Hotline: 24/7. Sollte ein Amazon Locker komplett bestückt bzw. keinen freien Fächer in der passenden Größe mehr haben, wird er schon beim Bestellvorgang nicht mehr angezeigt. Die Pakete werden drei Werktage dort gelagert. Sind sie dann noch nicht abgeholt, gehen sie zurück an das Logistikzentrum von Amazon, der Kunde erhält eine Gutschrift. Befüllt werden die Locker einmal pro Tag von Montag bis Samstag. Aktuell von der Amazon-eigenen Logistik, aber auch von Hermes. In Berlin war zu hören, dass man das System auch gerne für andere Frachtführer öffnen würde.

Die meisten Amazon Locker stehen auf Außenpositionen und sind somit rund um die Uhr zugänglich. Bei anderen Partnern – wie o2 – muss man jedoch auf die Öffnungszeiten der Läden achten. Das gilt auch für einige andere Einzelhändler.