Existenzgründungen von Migranten in Krise gesunken

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Corona-Krise hat die Gründungstätigkeit von Migranten in Deutschland einer Studie zufolge besonders stark gedämpft. Im vergangenen Jahr lag der Anteil von Gründern, die nicht gebürtig die deutsche Staatsangehörigkeit haben, erstmals seit 2009 wieder unter ihrem Anteil an der Erwerbsbevölkerung insgesamt, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der staatlichen Förderbank KfW hervorgeht. Im Krisenjahr 2020 gab demnach rund 110 000 Gründungen von Migranten und Migrantinnen (2019: 160 000). Das waren 21 Prozent der ohnehin gesunkenen Existenzgründungen insgesamt. Im Vorjahr hatte der Anteil noch bei 26 Prozent gelegen.

"Gründungen durch Migrantinnen und Migranten sind im Corona-Jahr überdurchschnittlich stark zurückgegangen", erläuterte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Sie seien jedoch weiterhin ein wichtiger Pfeiler der Gründungstätigkeit in Deutschland. Im Corona-Krisenjahr war die Zahl der Existenzgründungen insgesamt auf 537 000 gesunken (2019: 605.000).

Gegen den Trend machten sich Migranten häufiger als im Jahr zuvor mangels Erwerbsalternativen selbstständig. Der Anteil der sogenannten Notgründungen lag bei 35 Prozent (2019: 32 Prozent). Insgesamt sank der Anteil der Notgründungen dagegen auf 16 Prozent (2019:23 Prozent).

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