Ex-Trump-Berater Bannon hat große Pläne für Europa – warum sie scheitern werden

Akbar Shahid Ahmed
Stephen Bannon hält sich für einen einflussreichen Politstrategen – doch der wahre Einfluss des Ex-Trump-Beraters steht im Zweifel. 

Er nennt sie “The Movement”, “die Bewegung”: Stephen Bannon, der ehemalige Berater von US-Präsident Donald Trump, fantasiert öffentlich darüber, eine rechte “Superpartei” in der Europäischen Union aufzubauen. 

Bannon hat große Pläne für Europa, er will eine zentrale Figur im Wahlkampf der rechtspopulistischen Parteien des Kontinents bei den EU-Parlamentswahlen im nächsten Mai sein. 

Im vergangenen Monat verkündete der 64-Jährige, dass er eine Stiftung in Brüssel eröffnen werde. Sie solle Parteien Wähleranalysen, politische Strategien, PR-Dienstleistungen und direkte Wahlkampfhilfe anbieten. 

Die Stiftung soll mithelfen, alle rechten Parteien in Europa zu vereinen und mit ihnen eine Allianz im EU-Parlament zu bilden. Eine Allianz, die mehr Einfluss im Parlament hätte, als einzelne Splitterparteien – und die einen größeren Anteil an Steuergeldern für sich beanspruchen könnte. 

Doch Bannon hat ein Problem: Die Verbündeten, auf die er in Europa hofft, haben alle sehr andere Vorstellungen von der besten Europawahl-Strategie als er. 

Bannon und die Rechten – eine Staatsaffäre

Europa ist für Bannon eine Trophäe, die er gewinnen will. So, wie Donald Trumps Wahlsieg, den Bannon als seinen Erfolg ansieht, eine Trophäe war. 

Tatsächlich findet der exzentrische Rechtsnationale in Europa gute Vorraussetzungen für seine Pläne vor. Viele Populisten in der EU teilen seine Ansichten, dass die Zuwanderung auf den Kontinent begrenzt werden müsse, dass der Nationalstaat mehr Macht haben sollte als die Union. 

Doch die Mehrheit von ihnen hat ein Problem mit einer weiteren Kernforderung Bannons: Jener nach der “Dekonstruktion des Verwaltungsstaats”. 

Was kompliziert klingt, ist eine simple Idee. Bannon will weniger Staat und mehr Privatisierung. Große Firmen und der Markt sollen mehr Macht über die Gesellschaft bekommen. 

In den USA geschieht dies unter Donald Trump bereits. Der US-Präsident streicht...

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