Ex-Teamkollege Reinartz: "Kein Weltklassespieler" - Rummenigge soll Kroos-Zukunft bei Bayern verhindert haben

Weil Karl-Heinz Rummenigge Toni Kroos wohl nicht für Weltklasse hielt, wechselte er zu Real Madrid. Dies veröffentlichte Stefan Reinartz.

Karl-Heinz Rummenigge hat Toni Kroos vor drei Jahren eine Gehaltsanpassung beim FC Bayern München verweigert, weil dieser "kein Weltklassespieler" gewesen sei. Das erklärte Stefan Reinartz, der in der Saison 2009/2010 gemeinsam mit Kroos bei Bayer Leverkusen gespielt hatte.

Kroos wechselte im Sommer 2014 für die verhältnismäßig geringe Ablösesumme von 25 Millionen Euro vom deutschen Rekordmeister zu Real Madrid. Bei den Königlichen gewann er seitdem unter anderem zweimal die Champions League.

Im Bleacher Report sagte Kroos' ehemaliger Teamkollege Reinartz nun, warum es zur Trennung vom FC Bayern kam: "Bei dem Wechsel ging es auch ums Geld. Bayern hatte Toni einen neuen Vertrag angeboten und er wusste, was Mario Götze verdient." Kroos habe gefordert, das gleiche Gehalt wie sein Nationalmannschafts-Kollege zu bekommen.

Allerdings lehnte Karl-Heinz Rummenigge dies ab. Laut Reinartz sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender: "Wir werden dir nicht mehr als zehn Millionen Euro bezahlen, denn du bist kein Weltklassespieler."

Ging für Kroos nicht um Geld, sondern um Vertrauen

Laut Reinartz sei es Kroos dabei nicht nur ums Geld gegangen: "Er braucht das Vertrauen. Er wusste, dass er ein sehr guter Spieler ist, ein Weltklassespieler. Das hat den Ausschlag gegeben."

Bayerns damaliger Trainer Pep Guardiola sei "verrückt geworden", als Kroos zu Real wechselte: "Guardiola hat alles probiert. Aber wegen Rummenigges Machtwort war eine Verlängerung nicht mehr möglich", führte Reinartz weiter aus.