Ex-Soldat gesteht Tötung von Achtjähriger In Frankreich

Gendarmen nahe des Fundorts der Leiche

Traurige Gewissheit nach dem mysteriösen Verschwinden eines Mädchens in Frankreich: Ein früherer Soldat gestand, die achtjährige Maëlys "unabsichtlich" getötet zu haben, wie die Staatsanwaltschaft in Pont-de-Beauvoisin im Osten Frankreichs am Mittwoch mitteilte. Der 34-Jährige führte die Polizei zu der Leiche des Mädchens, das im Sommer spurlos bei einer Hochzeitsfeier verschwunden war. Er wird auch in einem anderen mutmaßlichen Mordfall verdächtigt.

Die Ermittler fanden die Leiche der Achtjährigen in einem entlegenen Waldstück bei dem Ort Saint-Franc im Voralpenland. Der Ex-Soldat war bereits kurz nach dem Verschwinden des Mädchens im vergangenen August festgenommen worden, er hatte ebenfalls an der Hochzeitsfeier teilgenommen. Bisher verweigerte er aber jede Zusammenarbeit mit der Justiz. Über die genauen Umstände des Todes schweigt er weiter.

Maëlys hatte mit ihrer Familie an der Hochzeit teilgenommen und war zuletzt gegen drei Uhr nachts gesehen worden. Im Auto des Verdächtigen wurde später eine DNA-Spur des Mädchens gefunden, er wurde auch durch Bilder von Überwachungskameras belastet.

Gegen den früheren Hundeführer der Armee wird auch wegen des mutmaßlichen Mordes an einem Gefreiten ermittelt, der im vergangenen im April nach einem Besuch in einer Diskothek im Alpenort Chambéry verschwand. Später wurde der Schädel des 24-Jährigen gefunden.