Ex-OB Schramma zum Raser-Urteil: „Ich hatte gehofft, dass die Bewährung gekippt wird“

Fritz Schrammas Sohn wurde ebenfalls bei einem Raser-Unfall 2001 getötet.

Am Donnerstag hat der Bundesgerichtshof das Kölner Raser-Urteil aufgehoben. Das Kölner Landgericht soll neu über die Bewährungsstrafen für die Todesfahrer vom Auenweg entscheiden.

Fritz Schramma, ehemaliger Kölner Oberbürgermeister, äußert sich gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ zur BGH-Entscheidung. Sein damals 31 Jahre alter Sohn Stephan wurde im März 2001 bei einem Rennen zweier Raser am Rudolfplatz getötet.

Fritz Schramma zur BGH-Entscheidung

„Ich hatte gehofft, dass die Bewährung gekippt wird, weil ich das Urteil, wie viele andere Menschen auch, als ungerecht und zu lasch empfunden habe. Das Kölner Urteil kam einer zusätzlichen Bestrafung des Opfers und vor allem seiner Angehörigen gleich. Wir alle bekommen unsere Kinder nicht zurück, aber ein härteres Urteil hilft zumindest ein bisschen bei der Bewältigung der Trauer und des lebenslangen Traumas.

Wenn sie aber feststellen müssen, dass den Tätern nichts widerfährt und diese nicht einmal Reue zeigen, ist das sehr schwer. Das jetzt vom Bundestag verabschiedete Gesetz zielt ja auch darauf ab, gerade die Sicht der Angehörigen stärker in den Blick zu nehmen.

Man sollte aber auch noch andere Möglichkeiten der Bestrafung stärker ausschöpfen, also die Beschlagnahmung dieser aufgemotzten Autos, die ja schon darauf angelegt sind, damit zu rasen, sowie einen langjährigen Führerscheinentzug. Man muss diesen Tätern ihr Spielzeug wegnehmen. Denn es ist ein Spiel mit dem Leben.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta