Ex-Mönch zieht wegen Faltencreme gegen L'Oréal vor Gericht

Hat L’Oréal ein Patent geklaut? Das klärt jetzt ein Gericht. (Bild: ddp images)

Ein ehemaliger Mönch hat in Zusammenarbeit mit der University of Massachusetts eine Faltencreme entwickelt, deren Erlöse Armen zugute kommen sollen. Weil L’Oréal eine ähnliche Creme verkauft, zieht er vor Gericht. Angeblich hat der Kosmetikkonzern das Patent geklaut.

Dennis Wyrzykowski heißt der Mann, der es mit dem Kosmetikriesen L’Oréal aufnimmt. Für den früheren Mönch aus den USA ist klar, dass das Unternehmen für eine neue Produktlinie einfach ein Patent gestohlen hat. Von der Universität Massachusetts, wo zwei Wissenschaftler das Molekül Adenosin entdeckt hatten, dass die Elastizität von Haut verbessern soll.

Die Technologie ist patentiert

Die Universität lizensierte die Technologie an Wyrzykowskis Firma Carmel Laboratories, die eine Faltencreme in ihre Produktlinie mit dem Namen Easeamine aufnahm, berichtet “Spiegel online”. Die Erlöse daraus fließen Wyrzykowski zufolge in die Arbeit mit Gefangenen, Drogenabhängigen und Schulkindern. Und die sieht er jetzt um ihr Geld gebracht.

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L’Oréal habe genau gewusst, dass die Universität, die seine Klage unterstützt, über das Patent verfüge, behauptet er. Dennoch habe das Unternehmen eine eigene Linie eingeführt, in deren Produkten Adenosin enthalten sei. Und das, obwohl der Firma eine Patentierung ähnlicher Verfahren verweigert worden war. L’Oréal strebt eine Abweisung der Klage an. Die Begründung des Konzerns: Seine Verwendung von Adenosin falle nicht unter das Patent, welches die University of Massachusetts und Carmel Laboratories nutzen.

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