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Ex-"Miss Germany" hatte Brustkrebs: "Der Krebs nahm mir ein Stück Weiblichkeit"

Die einstige "Miss Germany" Katrin Wrobel musste 2022 lernen, mit der Diagnose Brustkrebs umzugehen. (Bild: Getty Images / Gerald Matzka)
Die einstige "Miss Germany" Katrin Wrobel musste 2022 lernen, mit der Diagnose Brustkrebs umzugehen. (Bild: Getty Images / Gerald Matzka)

Im Sommer bekam Katrin Wrobel die Diagnose Brustkrebs. In einem Interview beschrieb die einstige "Miss Germany" nun, wie sie mit dem Schock umging, wie es ihr heute gesundheitlich geht und weshalb sie stolz auf ihre 13-jährige Tochter ist.

"Er hat das Wort 'Krebs' wörtlich ausgesprochen. Das war unfassbar": Wenn Katrin Wrobel an die Diagnose zurückdenkt, die sie im Sommer 2022 erhielt, muss sie noch immer schlucken. Im Interview mit "Bild" schilderte die einstige "Miss Germany" nun ihren Kampf gegen Brustkrebs. Vor der Diagnose habe sich ihre Brustdrüse mit Wasser gefüllt, wie es ihr schon öfter zuvor ergangen war. Doch dann sei "das Ding ziemlich rasant größer" geworden, und sie habe Schmerzen "bei jeder Bewegung" empfunden.

Nachdem sie ein Gynäkologe an einen Radiologen überwiesen hatte, folgte die traurige Gewissheit - Brustkrebs. "Als ich aus der Praxis rauskam, regnete es in Strömen - wie in einem öden Hollywoodfilm", erinnerte sich Wrobel. Danach wurde die 45-Jährige in einer Klinik behandelt, dachte aber nicht nur an ihre Gesundheit, sondern auch an ihre beruflichen Verpflichtungen: "Ich habe gerade so viele Kunden. Ich kann die doch nicht hängen lassen." Zunächst folgte auch ein Hoffnungsschimmer: Die erste Biopsie war negativ, doch die zweite Probe aus dem Tumor enthielt dann Krebszellen.

Ehemann war für Katrin Wrobel "ein Fels in der Brandung"

Eine Operation im September zur Entfernung des Tumors ließ Katrin Wrobel dann neue Zuversicht schöpfen: "Super, jetzt ist die Nummer gelaufen!" Doch noch immer war es nicht überstanden: Krebszellen am Rande des Tumors waren weiterhin vorhanden. In der Konsequenz musste die gesamte Brustdrüse entnommen werden. Die Mastektomie habe endlich den gewünschten Effekt gebracht.

"Ich hatte zuerst meine Probleme mit dem Implantat", sagte Wrobel zu der Silikonnachbildung ihrer Brust. Es habe sich angefühlt als habe ihr der "Krebs einen Teil meiner Weiblichkeit genommen". Erst ein Vergleich, den eine Freundin zog, habe ihr geholfen, das Implantat zu akzeptierten: "Wenn du Karies im Zahn hast, muss die auch raus und dann bekommst du stattdessen eine Füllung rein."

Die wichtigste Unterstützung in ihrer schweren Zeit erhielt Katrin Wrobel von ihrer Familie. Ihr Ehemann Klaus Fricker sei "ein Fels in der Brandung" gewesen: "Er hat mich nicht alleine gelassen. Er ist die Liebe meines Lebens." Auch ihre 13-jährige Tochter Louisa habe ihr viel Trost gespendet, wie sie gegenüber "Bild" erklärte. Nach der Diagnose habe sie ihr Mut gemacht und gesagt: "Wir schaffen das! Wir boxen den Krebs einfach weg!" Deshalb sei Wrobel sehr stolz auf sie.

Bis März befindet sich die Ex-"Miss Germany" noch in der Genesungsphase. Dann biegt die "Achterbahn der Gefühle" hoffentlich wieder auf eine Gerade ein. Eine Chemotherapie braucht Wrobel nicht, denn: "Es wurden keine sichtbaren nachgewiesenen Knoten direkt unter der Haut oder der Brustwarze gefunden."