Ex-Milan-Boss fürchtete um Leben

SID
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Ex-Milan-Boss fürchtete um Leben
Ex-Milan-Boss fürchtete um Leben

Der ehemalige AC-Mailand-Geschäftsführer Adriano Galliani (76) hat aufgrund einer Corona-Erkrankung um sein Leben gebangt. "Ich habe zehn Albtraum-Tage verbracht. Ich fürchtete, ich würde sterben", berichtete Galliani, Geschäftsführer von Monza Calcio, im Interview mit der Gazzetta dello Sport.

Wegen der COVID-19-Erkrankung litt Galliani an einer Lungenentzündung und musste auf der Intensivstation der Mailänder Raffaele-Klinik behandelt werden. Am Coronavirus habe er sich am 21. Februar, am Tag des Mailänder Derbys angesteckt.

Nach dem Spiel, das Inter 3:0 gewonnen hatte, habe er mit Inter-Geschäftsführer Giuseppe Marotta und -Sportdirektor Piero Ausilio in einem Hotel gespeist. Alle drei infizierten sich mit dem Coronavirus.

"Auf der Intensivstation gab es keine Fenster, und ich leide an Klaustrophobie. Es war eine Qual, so lange nicht das Tageslicht sehen zu können", berichtete Galliani, der dem Gesundheitspersonal der Klinik für die exzellente Behandlung dankte.

Inzwischen ist der Manager wieder nach Hause zurückgekehrt. "Ich muss meine Kräfte zurückerobern. Ich habe zehn Kilo verloren, denn ich konnte einfach nichts essen", äußerte er.

Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi, Eigentümer von Monza Calcio, habe ihm Beistand geleistet. Er habe ihm stets ermutigende Botschaften geschickt, äußerte Galliani.

In dieser Zeit denke er weniger an Fußball. "Ich liebe den Fußball, doch nach dieser Erfahrung ist alles zweitrangig geworden. Ich habe begriffen, dass die Gesundheit das Einzige ist, was wirklich zählt", so Galliani.