Ex-Keeper Tim Wiese: "Werder Bremen? Ganz schön erbärmlich"

Die Trainerfrage an der Weser ist weiter offen, die Tendenz geht aber offenbar in Richtung Kohfeldt. Tim Wiese kann mit dieser Idee nichts anfangen.

Tim Wiese verfolgt die aktuellen Entwicklungen beim SV Werder Bremen mehr als kritisch. Der Ex-Torhüter schießt obendrein in Richtung HSV und Mutter Lasogga.

Von 2005 bis 2012 hütete Wiese das Tor in Bremen, anschließend zog es ihn über die TSG 1899 Hoffenheim und einen Ausflug in die WWE in die Kreisklasse. Von dort aus hat der ehemalige Profi aber noch immer ein kritisches Auge auf seinen Ex-Verein.

"Werder ist mir über die vielen Jahre ans Herz gewachsen. Natürlich verfolge ich deshalb immer noch alle Spiele", gibt Wiese in der Bild an. Allerdings vergeht ihm derzeit der Spaß: "Manchmal schlafe ich dabei ein. Samstag schaue ich mir das Derby in Ruhe daheim an. Wobei ich Werders jetzige Situation ganz schön erbärmlich finde."

Wiese vor Derby nicht überzeugt

Bremen belegt derzeit den vorletzten Platz der Bundesliga. Wiese erkennt einen Trend: "Dass Werder in den letzten Jahren so runtergeknallt ist und mittlerweile nicht mal mehr daheim gegen Freiburg gewinnt. Da wird mir schlecht." Immerhin: Beim HSV läuft es nicht viel besser.

Vor dem Derby ist somit alles offen: "Beide haben die letzten Jahre verpennt und stehen jetzt wie üblich mit dem Rücken zur Wand. [...] Mit den finanziellen Möglichkeiten hätte ich einen besseren Job als Sportchef gemacht als die Manager beim HSV."

Wiese: Seitenhieb gegen Mama Lasogga

Einen Seitenhieb kann sich der Keeper obendrein nicht verkneifen: "Gut gearbeitet hat in Hamburg in letzten Jahren eh nur eine Frau. Kerstin Lasogga. Vor ihr muss man den Hut ziehen. Ihr Sohn hat fast nichts geleistet, aber sie hat für ihn einen Millionen-Vertrag ausgehandelt."

Auch Wiese-Erbe Jiri Pavlenka muss einstecken. "Er fällt ein wenig seltsam, rollt sich komisch ab", so Wiese. Gleiches gelte für den HSV. Christian Mathenia sei "keiner für die erste Liga", Ersatz Julian Pollersbeck "feiert lieber als Leistung zu bringen."