Wie ein Ex-Dortmunder Schalkes Winterdeals einfädelte

SPORT1
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Am Deadline Day Anfang Februar ging es beim FC Schalke 04 noch einmal richtig rund.

Während Innenverteidiger Ozan Kabak die Königsblauen in Richtung FC Liverpool verließ, wechselte Shkodran Mustafi von Liverpools Ligakonkurrent FC Arsenal nach Gelsenkirchen. Bei der Rochade mischte auch ein früherer Dortmunder mit.

Wie Schalke-Trainer Christian Gross jetzt berichtete, fädelte Ex-BVB-Profi Philipp Degen die Schalker Deals am Deadline Day mit ein.

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Gross verrät: Diese Rolle spielte ein Ex-Dortmunder bei Schalke-Transfers

"Er ist super vernetzt im Fußball. Ohne ihn wäre Mustafi nicht zu uns gekommen. Er kam, weil Philipp Jürgen Klopp anrief", sagte Gross in einem Interview mit der Schweizer Boulevardzeitung Blick.

Liverpool war aufgrund der Personalnot in der Innenverteidigung nach den Verletzungen von Virgil van Dijk, Joe Gomez und Joel Matip auf der Suche nach Verstärkung für das Abwehrzentrum. Das wusste auch Degen, Geschäftsführer der Agentur SBE Management AG, zu dessen Klienten unter anderem Mustafi gehört.

Ex-BVB-Profi Degen lotst Mustafi zu Schalke

"Und er fragte, ob Liverpool an Ozan Kabak interessiert sei - so wusste Philipp, dass Schalke Kabak möglicherweise an Liverpool abgeben könnte - und er Mustafi zu Schalke bringen könnte", erklärte Gross.

Dass Schalke im Falle eines festen Wechsels von Kabak zu Liverpool womöglich 30 Millionen Euro Ablöse winken, wollte Gross nicht näher kommentieren. "Die Wechsel von Kabak und Mustafi kamen jedenfalls auch dank dem Einsatz von Philipp Degen zustande. Aber wir sind finanziell völlig unabhängig voneinander", erklärte der Schweizer.

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Rechtsverteidiger Degen spielte von 2005 bis 2008 für Borussia Dortmund, ehe er zum FC Liverpool wechselte. In der Saison 2010/11 kehrte er auf Leihbasis in die Bundesliga zurück, bestritt unter Gross beim VfB Stuttgart krankheitsbedingt aber nur drei Spiele. 2016 beendete Degen seine Karriere bei seinem Jugendklub FC Basel, seither ist der 37-Jährige als Berater tätig.

Gross: Schalke klopfte im Herbst zum dritten Mal bei ihm an

Bei seiner Ankunft Ende Dezember sei Gross aufgefallen, dass die Schalker Mannschaft "zu wenig Erfahrung und zu wenig Persönlichkeit auf dem Platz" hatte. Dies habe der Verein unter anderem durch die Verpflichtungen von Mustafi, Sead Kolasinac und Klaas-Jan Huntelaar kompensiert. "Die Spieler wissen, dass sie jetzt viel für den Lebensinhalt der abertausenden von Schalke-Fans machen können", sagte Gross. (Tabelle der Bundesliga)

Gross verriet zudem, dass Schalke im Herbst schon zum dritten Mal bei ihm anklopfte: "Früher traf mich der legendäre Manager Rudi Assauer mal in Zürich und vor zwei Jahren gab es auch Kontakt. Da war ich gerade mit meinem ägyptischen Verein in Angola unterwegs, und es passte nicht."

Der aktuelle Sportvorstand Jochen Schneider habe dann "Mitte, Ende Herbst" lose angefragt, später sei es in Basel zu einem Treffen gekommen. "Ich habe nach dem Gespräch in Basel um eine Woche Bedenkzeit gebeten und spürte: Jetzt will ich es machen. Ich sagte mir einfach: Diese Chance wird in meinem Berufsleben nie mehr kommen", verriet Gross. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)