Ex-Bundespräsident Wulff soll Ehrenbürger seiner Heimatstadt Osnabrück werden

Christian Wulff

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff soll zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt Osnabrück gekürt werden. Das entschied der Rat der niedersächsischen Stadt am Dienstagabend, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Wulff war von Juni 2010 bis Februar 2012 Bundespräsident. Nach Angaben der Stadtverwaltung bekleidete kein gebürtiger Osnabrücker bisher ein höheres politisches Amt. Die Auszeichnung soll im nächsten Jahr bei einem Festakt erfolgen.

Wulff habe sich "in hervorragender Weise" um die Stadt verdient gemacht, teilte die Verwaltung mit. So sei er maßgeblich daran beteiligt gewesen, den Automobilproduktionsstandort Osnabrück und damit tausende Arbeitsplätze zu retten. Zudem habe er sich für das "interkulturelle und interreligiöse Miteinander" eingesetzt. "Sein Satz 'Der Islam gehört zu Deutschland' ist schon jetzt in die Geschichtsbücher unseres Landes eingegangen und hat seine eigene Furche gezogen", erklärte Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert demnach.

Der heute 60-jährige Wulff studierte Jura in seiner Geburtsstadt und begann dort seine politische Laufbahn. Zwischen 1986 und 2001 war der CDU-Politiker Mitglied des Stadtrats. Bereits seit 1994 war er zugleich auch noch Landtagsabgeordneter sowie CDU-Landeschef. Von 2003 bis 2010 war Wulff dann Ministerpräsident von Niedersachsen.

Wulff reiht sich in eine Liste von bislang 15 Ehrenbürgern der Stadt Osnabrück ein. Dazu gehört neben ehemaligen Oberbürgermeistern, Bischöfen und verdienten Bürgern auch der frühere Reichskanzler Otto von Bismarck.