Ex-Brexit-Unterhändler Frost soll sich weiter um Brexit kümmern

·Lesedauer: 1 Min.

LONDON (dpa-AFX) - Statt eines neuen Amtes als nationaler Sicherheitsberater soll sich der britische Ex-Brexit-Unterhändler David Frost weiter um den EU-Austritt seines Landes kümmern. Frost werde Vertreter für den Brexit und internationale Gesetzgebung, teilte die britische Regierung am Freitag mit.

Eigentlich hatte Frost, der in monatelangen Verhandlungen mit dem EU-Unterhändler Michel Barnier um einen Handelspakt zwischen London und Brüssel gerungen hatte, am kommenden Montag als nationaler Sicherheitsberater antreten sollen. Ex-Premierministerin Theresa May hatte allerdings schon vor Monaten seine Eignung für dieses Amt infrage gestellt und ihm mangelnde Erfahrung im Sicherheitsbereich vorgeworfen.

Frost gilt als enger Vertrauter von Premierminister Boris Johnson und soll sich nun ab dem 1. Februar weiter um Großbritanniens neue Rolle in der Welt nach dem Brexit kümmern. Nationaler Sicherheitsberater wird stattdessen Stephen Lovegrove, der zuvor im Justizministerium tätig war. Er soll Ende März seine neue Aufgabe beginnen.