Ex-Bayern-Coach Ancelotti will nicht Italiens Nationaltrainer werden

SID
Ex-Bayern-Coach Ancelotti will nicht Italiens Nationaltrainer werden

Der ehemalige Münchner Bundesliga-Coach Carlo Ancelotti hat kein großes Interesse, italienischer Fußball-Nationaltrainer zu werden. "Es stimmt, der italienische Verband hat mich kontaktiert, ich habe mit ihm gesprochen. Ich habe ihnen gesagt, dass es mich ehre, von so vielen Leute für den Posten vorgeschlagen zu sein, aber ich bin nicht in der Lage, die Probleme allein zu lösen", sagte der 58-Jährige in der italienischen TV-Show La Domenica Sportiva am Sonntag.
Ancelotti machte klar, dass er weiterhin als Klub-Coach tätig sein möchte. Nach der 0:3-Pleite von Bayern München in der Champions League Ende September bei Paris St. Germain hatte der italienische Fußballlehrer beim deutschen Rekordmeister gehen müssen. Ancelotti war auf dem Apennin als Favorit auf die Nachfolge von Gian Piero Ventura gehandelt worden. Dieser war nach dem Scheitern der Azzurri in den WM-Play-offs gegen Schweden entlassen worden.
"Es gibt ein strukturelles Problem in Italien", betonte Ancelotti, "warum sind war das einzige Land in Europa, das keine marktgerechten Stadien besitzt und wo die Arenen immer halb leer sind? Das ist nicht der Fehler von Ventura." 
Für den Ex-Bayern-Coach bestehen große Konflikte zwischen den Klubs und dem Verband in Italien. Es bedürfe allerdings einer gewaltigen Anstrengung des Verbandes, um die vorhandenen Probleme zu lösen und die Situation zu verbessern, so Ancelotti: "Ich glaube, dass die Serie A sehr von einer Reduzierung der Teams von 20 auf 18 profitieren würde. Und ich weiß, dass es Klubs gibt, die dafür stimmen werden."