Ex-Audi-Manager, der jetzt in China arbeitet, hat eine überraschende Sicht auf die deutsche Autobranche

Felix Rentzsch
GettyImages 163522803 Audi


In diesen Tagen trifft sich die Autowelt in Frankfurt zur 67. Ausgabe der IAA. Das Motto der diesjährigen Fachmesse lautet „Zukunft erleben“ und es ist klar, dass die klassischen Verbrennungsmotoren damit nicht gemeint sind. Nach dem Dieselskandal der vergangenen Monate bemühen sich logischerweise vor allem die deutschen Hersteller um ihr Image und den Blick nach vorn.  

Sauber soll die Zukunft sein, nachhaltig und alltagstauglich — da sind sich die Konzerne einig. Der frühere Audi-Manager Jens Steingräber, ebenfalls zu Gast auf der IAA, findet jedoch, dass die Deutschen diese strenge Selbstkritik nicht nötig haben und stolzer auf ihre Vorzeige-Industrie sein können. Im Interview mit „Focus Online“, sagt der Chef der chinesischen Premium-Automarke Wey, dass die hiesigen Fahrzeuge deutlich besser seien als ihr Ruf.

Im Reich der Mitte gibt es keine Häme für den Dieselskandal

„In China versteht man nicht, warum die Deutschen überhaupt nicht mehr stolz auf ihre Autoindustrie sind“, so Steingräber. Er ziehe nach wie vor den Hut vor der „fantastischen“ Arbeit der Kollegen. In China sei der Dieselmotor zwar nie wirklich erfolgreich gewesen, doch nüchtern betrachtet müsse man eingestehen, dass der Diesel inzwischen „erheblich“ besser ist als das, was über ihn berichtet wird.  

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