Ex-Angestellte wirft Sara Netanjahu Misshandlung vor

Sara Netanjahu im Januar 2017

Ein weiteres Mal sieht sich die Ehefrau des israelischen Ministerpräsidenten mit Misshandlungsvorwürfen einer ehemaligen Hausangestellten konfrontiert: Gegen Sarah Netanjahu sei von einer 24-jährigen Reinigungskraft eine Klage eingereicht worden, berichteten israelische Medien am Montag. Die Ex-Angestellte werfe der Frau des Regierungschefs vor, sie bei der Arbeit in der Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wie eine "Sklavin" behandelt zu haben. Sie habe nicht essen, nicht trinken und keine Pausen einlegen dürfen.

Die Ex-Angestellte verlangt nun 225.000 Schekel (umgerechnet 54.000 Euro) Schadenersatz. Nach ihrer Darstellung sagte Sarah Netanjahu, sie stelle niemals "dicke Frauen" ein, weil ihre Angestellten bei der Arbeit "nicht gehen, sondern laufen sollten".

In einem ähnlichen Fall sprach ein Arbeitsgericht im Februar 2016 einem früheren Hausangestellten der Netanjahus 170.000 Schekel zu. Der Angestellte hatte Sara Netanjahu wiederholte Erniedrigung und Misshandlung am Arbeitsplatz vorgeworfen.

Gegen Benjamin Netanjahu wird wegen Korruptionsverdachts ermitte. Der Regierungschef soll Geschenke wohlhabender Anhänger angenommen und die Presse manipuliert haben. Ein Sprecher der Familie bezeichnete die jüngsten Anschuldigungen als einen weiteren Versuch, die Netanjahus zu verunglimpfen.