EVP-Chef: Weiter auf Partnerschaft mit Großbritannien setzen

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Chef der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Manfred Weber, wirbt dafür, nach der Ratifizierung des Post-Brexit-Pakts weiter partnerschaftlich mit Großbritannien umzugehen. "Was wir jetzt versuchen ist, den Austrittsbeschluss der Briten zu respektieren, aber Schaden zu vermeiden", sagte der CSU-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Das Europaparlament hat dem Brexit-Handelspakt, der die Beziehungen zu Großbritannien nach dem Brexit regelt, endgültig zugestimmt, wie Parlamentspräsident David Sassoli am Mittwoch mitteilte. Das Handels- und Kooperationsabkommen erhielt eine überwältigende Mehrheit von 660 der 697 abgegebenen Stimmen. Das seit Anfang des Jahres vorläufig geltende Abkommen kann somit voraussichtlich zum 1. Mai dauerhaft in Kraft treten.

Weber zufolge habe man dem Vertrag vor allem aus zwei Gründen zugestimmt: Zum einen habe das Mitgliedsland Irland darum gebeten. Zum andern habe die EU "jetzt viel mehr Möglichkeiten, Großbritannien auch zum Einhalten der Verträge zu zwingen". Er hoffe, dass eine zukünftige britische Regierung in London wieder mehr Partnerschaft wolle. Mit Großbritanniens Premierminister Boris Johnson scheine das schwierig. "Wir sollten weiter die Hand ausstrecken", betonte Weber.