Evotec: Kaufempfehlung der Deutschen Bank verpufft

Marion Schlegel
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Evotec: Kaufempfehlung der Deutschen Bank verpufft

Eigentlich waren es positive Nachrichten für die Aktie von Evotec: Die Deutsche Bank hat am Dienstag das Kursziel für die Aktie von 17 auf 20 Euro nach oben geschraubt und ihre „Buy“-Einstufung bestätigt. Die Resultate für das vierte Quartal des Biotech-Unternehmens seien stark ausgefallen und die Wortwahl beim Ausblick auf das Jahr 2018 mache auf ihn einen konservativen Eindruck, so Analyst Falko Friedrichs in einer aktualisierten Studie. Er blickt nun noch positiver als zuvor auf die Produkt-Pipeline und bezog nun eine Kooperation mit Sanofi in sein Modell mit ein.

Sanofi zahlt vorab 60 Millionen Euro und will zudem „signifikante langfristige Unterstützung zur Sicherstellung des Fortschritts im Portfolio" leisten, teilten die Partner mit. „Wir freuen uns, die Partnerschaft mit Sanofi weiter auszubauen", sagte Evotec-Vorstandschef Werner Lanthaler. Läuft alles nach Plan, soll die Partnerschaft noch im ersten Halbjahr 2018 unterzeichnet werden.

Unter den fünf schwächsten Werten im TecDAX

Die Aktie von Evotec konnte von der Kurszielanhebung bislang allerdings nicht profitieren. Im Gegenteil – der Wert hat sogar den Rückwärtsgang eingelegt, nachdem die Aktie erneut am Widerstand im Bereich von 17 Euro gescheitert war. Die Aktie gehört am heutigen Mittwoch mit einem Minus von rund fünf Prozent sogar zu den fünf schwächsten Werten im TecDAX. Nur ISRA Vision, Jenoptik, Siltronic und Aixtron performen zur Wochenmitte schlechter als das Hamburger Biotech-Unternehmen.

Aus charttechnischer Sicht rückt nun wieder die 200-Tage-Linie in den Fokus, die es zu verteidigen gilt. Sollte es nun tatsächlich noch einmal zu einer größeren Korrektur kommen, sollten Anleger auf der Hut sein, um bei möglichen Schnäppchenkursen noch einmal zugreifen zu können. Langfristig bleibt Evotec ganz klar eines der besten deutschen Biotech-Unternehmen.