Evotec fast geschenkt – jetzt zugreifen?

Marion Schlegel
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Evotec mit starker Aufholjagd – News beflügeln

Die Aktie von Evotec hat am Dienstag nach einer wochenlangen Korrekturfahrt wieder ein deutliches Lebenszeichen gegeben. Mehr als zwei Prozent gewinnt das Papier am Nachmittag auf 12,03 Euro. Beflügelt hat die Aktie ein positiver Analystenkommentar. Die Deutsche Bank sieht bei dem im TecDAX notierten Biotech-Unternehmen nach dem jüngsten Kursrutsch auf das tiefste Niveau seit Juli eine gute Einstiegschance. Analyst Falko Friedrich stuft die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch und sieht mit seinem unveränderten Kursziel von 17 Euro ein Potenzial von mehr als 40 Prozent.

Das aktuell attraktive Bewertungsniveau werde bereits durch den Bereich EVT Execute - also das Kerngeschäft als Dienstleister in der Wirkstoffforschung für seine Kooperationspartner - abgedeckt, rechnet Friedrichs vor. Die Pipeline von derzeit mehr als 80 Wirkstoffkandidaten erhielten die Anleger also praktisch kostenlos. Viele stünden zwar erst am Anfang ihrer Entwicklung, die entsprechend unsicher sei. In seinem Modell misst er der Pipeline aber jetzt bereits einen Wert von 4 Euro zu - mit enormem Potenzial nach oben, so Friedrichs weiter. Insgesamt hält er das Unternehmen für hervorragend positioniert, auch um vom Konsolidierungstrend in der Branche zu profitieren.

Erst vor Kurzem hat Evotec mit einer weiteren Meilensteinzahlung positiv auf sich aufmerksam machen können. Aus der Kooperation mit Boehringer Ingelheim wurde ein klinischer Meilenstein erreicht, der Umsatzerlöse in Höhe von zwei Millionen Dollar ausgelöst hat.

DER AKTIONÄR ist ähnlich optimistisch wie die Deutsche Bank, was die weitere Entwicklung bei Evotec angeht. Aus langfristiger Sicht sind derzeit ganz klare Kaufkurse. Kurzfristig ist jedoch wichtig, dass das Julitief im Bereich von 11,30 Euro nicht unterschritten wird. Sonst könnte noch einmal eine Übertreibung nach unten erfolgen, die dann konsequent zum Kauf genutzt werden sollte.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.