Evotec erhält erneut Millionen von Bayer – Aktie vor großem Ausbruch

Marion Schlegel
1 / 2
Evotec-Aktie bricht ein: Das schmeckt dem Markt nicht

Evotec hat heute bekannt gegeben, dass die Multi-Target-Allianz mit Bayer im Bereich Endometriose eine vielversprechende niedermolekulare Substanz zur Behandlung von chronischem Husten in die klinische Phase 2 überführt und somit eine Zahlung von vier Millionen Euro an Evotec ausgelöst hat. Chronischer Husten stelle eine globale gesundheitliche Belastung dar und habe einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität von Millionen von Menschen. Derzeit gebe es keine zugelassenen Therapien zur Behandlung von chronischem Husten, so Evotec.

Diese neue Studie wurde aufgrund der positiven Ergebnisse einer Phase-1-Studie innerhalb der laufenden Bayer-Evotec Endometriose-Partnerschaft initiiert. Innerhalb dieser Endometriose-Zusammenarbeit wurde ein Zielprotein erforscht, welches aufgrund der Besonderheit und der Expression das Potential zur Behandlung von Patienten mit akutem chronischem Husten haben könnte. Die klinische Phase-1-Studie an gesunden Probanden startete bereits im Jahr 2017 und ist nun im Juli 2018 in die Phase-2-Studie in chronischem Husten vorangeschritten.

Die Evotec-Bayer-Multi-Target-Allianz wurde im Oktober 2012 eingegangen. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Entwicklung von drei klinischen Arzneimittelkandidaten innerhalb der Allianz. Seit Beginn der Zusammenarbeit sind sechs präklinische, first in class nicht-hormonelle Arzneimittelkandidaten generiert worden, von denen sich mittlerweile drei Kandidaten in der klinischen Phase 1 zur Behandlung von Endometriose und chronischem Husten befinden, bestätigte Evotec.

Nach einer längeren Konsolidierungsphase hat sich die Aktie von Evotec zuletzt wieder stärker gezeigt und dabei wichtige Hürden überwinden können: die 200-Tage-Linie sowie den horizontalen Widerstand bei 16 Euro. Im Monatsvergleich ist die Aktie der sechstbeste Wert im TecDAX. Der nächste wichtige Widerstand wartet nun im Bereich von 17 Euro. Gelingt der Sprung darüber, dürfte das Papier wieder relativ schnell in Richtung der 20-Euro-Marke marschieren. Evotec zählt weiter ganz klar zu den deutschen Biotech-Favoriten des AKTIONÄR.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.