Event der Superlative: Zeremonie mit 111 Paaren im Kölner Tanzbrunnen geplant

Die Initiatoren wollen die größte Hochzeit Deutschlands organisieren.

Mit 110 anderen homosexuellen Paaren wollen André Schulze Isfort und Stefan Blatzheim-Schulze Isfort ihre Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln lassen. „Es soll die größte Hochzeit Deutschlands sein“, sagen die beiden, nun Wedding-Planner im großen Stil.

Am 30. Juni 2018 soll im Tanzbrunnen gefeiert werden. Genau an diesem Tag wurde dieses Jahr die Ehe für alle im Bundestag beschlossen. „Das ist ein hochemotionales Datum für mich. Ich sehe das als Zeitenwende. Die Lebenspartnerschaft war eine Ehe 2. Klasse“, sagt Schulze Isfort.

Ein Event der Superlative

Die Idee zum Event der Superlative kam dem Paar sofort. „Wir wussten, dass wir es so richtig krachenlassen wollen – und das ganz groß“, meint Blatzheim-Schulze Isfort. Ihr Umfeld hat sofort zustimmend reagiert. Einige andere gleichgeschlechtliche Paare hätten schon zugesagt.

„Uns hat noch kein schwules oder lesbisches Paar gesagt, dass sie ihre Lebenspartnerschaft nicht in eine Ehe umwandeln lassen will“, berichten die beiden. Deshalb haben sie auch schon regen Zuspruch für ihre Idee bekommen. Einige Standesbeamte seien bereit, teilzunehmen. Nur die Betreiber des Tanzbrunnens müssten noch die Terminanfrage bestätigen.

Keine Trauungen, sondern nur Umwandlungen

Geplant ist eine symbolische Zeremonie für alle Ehepaare – mit Brautstraußwerfen und Kuchenanschneiden. Getraut werde an dem Tag nicht, aber die Möglichkeit zur Umwandlung von Lebenspartnerschaft zur Ehe mit den Standesbeamten werde angeboten. Kölsche Bands, Schlager, 70er-Hits und ein noch nicht bekannter Top-Act runden das Programm ab.

Dass die Feierlichkeit eines solchen Moments zwischen Mann und Mann oder Frau und Frau bei so einer großen Party untergehen könnte, finden die Schulze Isforts nicht. „Die privaten Momente und Feiern haben die meisten schon hinter sich, als sie die Lebenspartnerschaft eingegangen sind. Uns geht es wirklich darum, dieses bedeutende Ereignis mit so vielen Menschen wie möglich zu feiern“, sagen sie.

„Das war unser Moment“

Seit 2012 sind die beiden verpartnert, seit zwölf Jahren – auf den heutigen Dienstag genau – ein Paar. Kennengelernt haben sie sich auf einer Tanzparty im Zeughaus. Das Bekenntnis zueinander vor dem Standesbeamten fand in der Hahnentorburg statt.

Von Marie-Luise Nikuta gab es damals ein Ständchen und die Freunde aus der Statt-Garde, deren Präsident André ist, standen Spalier. „Das war unser Moment“, sagen sie und freuen sich darauf, ihre Umwandlung und die der anderen Paare ganz groß zu feiern. (ao)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta