Eurozone: Wachstum der Geldmenge schwächt sich deutlich ab

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Geldmengenwachstum in der Eurozone hat sich im März deutlich verlangsamt. Im Jahresvergleich legte die breit gefasste Geldmenge M3 um 10,1 Prozent zu, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Im Februar war das Wachstum mit revidiert 12,2 Prozent (zuvor 12,3 Prozent) noch deutlich stärker ausgefallen, nachdem die Wachstumsrate zu Jahresbeginn ein langjähriges Hoch bei 12,5 Prozent erreicht hatte.

Analysten hatten mit einem spürbaren Rückgang beim Wachstum der Geldmenge gerechnet. Sie waren für März im Schnitt von einer Rate von 10,2 Prozent ausgegangen.

Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 ging im März ebenfalls deutlich zurück. Die Wachstumsrate betrug 13,6 Prozent, nach 16,4 Prozent im Februar.

Trotz des Rückgangs der Wachstumsrate legt die Geldmenge weiterhin vergleichsweise stark zu. Dies resultiert aus der extrem lockeren Geldpolitik der EZB, die unter anderem durch Anleihekäufe für eine Flut an frischem Geld sorgt. Zudem erhalten die Euroraum-Banken extrem günstige Langfristkredite. Mit den Maßnahmen soll die Wirtschaft im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise gestützt werden.

Die Kreditvergabe der Geschäftsbanken an die privaten Haushalte wuchs im März um 3,3 Prozent im Jahresvergleich und damit etwas stärker als im Monat zuvor. Das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen legte um 5,3 Prozent zu und damit deutlich schwächer als im Februar.