Eurozone: Wachstum doppelt so stark wie bisher angenommen

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Die Eurozone ist zu Jahresbeginn deutlich stärker gewachsen als bisher bekannt. Im ersten Quartal betrug das Wirtschaftswachstum der 19 Euroländer zum Vorquartal 0,6 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Eine vorherige Schätzung hatte ein Wachstum von lediglich 0,3 Prozent ergeben. Auch die 27 Länder der Europäischen Union (EU) wuchsen von Anfang Januar bis Ende März deutlich stärker als gedacht. Anstatt eines Zuwachses um 0,4 Prozent ergibt sich jetzt eine Zunahme um 0,7 Prozent.

Das deutlichste Wachstum im Euroraum verzeichneten Irland mit 10,8 Prozent und Lettland mit 3,6 Prozent. In Frankreich schrumpfte die Wirtschaft hingegen um 0,2 Prozent. Die deutsche Wirtschaft wuchs leicht um 0,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte der Euroraum um 5,4 Prozent zu, in der EU betrug das Wachstum 5,6 Prozent.

Gestützt wurde das Gesamtergebnis vor allem durch den Außenhandel. Die Ausfuhren aus dem Euroraum erhöhten sich auf Quartalssicht um 0,4 Prozent, die Einfuhren in den Währungsraum fielen um 0,6 Prozent. Negativ entwickelten sich die Konsumausgaben der privaten Haushalte und der Mitgliedstaaten, die jeweils nachgaben. Der Wachstumsbeitrag der Unternehmensinvestitionen war gering.

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