Eurozone: Inflation im Euroraum bleibt negativ

·Lesedauer: 1 Min.

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Die Verbraucherpreise im Euroraum sind erneut gesunken. Die Jahresinflationsrate verharrte im Dezember auf minus 0,3 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten dies erwartet. Im November waren die Preise im Jahresvergleich mit dem gleichen Tempo gefallen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Dezember hingegen um 0,3 Prozent.

Hauptverantwortlich für den Preisrückgang bleiben stark fallende Energiepreise. Auf Jahressicht gingen sie im Dezember um 6,9 Prozent zurück. Leicht gefallen sind zudem die Preise industriell hergestellter Güter. Am deutlichsten stiegen hingegen mit 2,1 Prozent die Preise von unverarbeiteten Lebensmitteln. Dienstleistungen waren etwas teurer als ein Jahr zuvor.

Die Kernrate (ohne Energie, Lebens- und Genussmittel) lag im Dezember unverändert bei 0,2 Prozent. Bereits seit September sind die Kernverbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr mit diesem Tempo gestiegen.

Das mittelfristige Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent wird abermals deutlich verfehlt. Diese Rate wurde seit langem nicht mehr nachhaltig erreicht. Deshalb und wegen der Corona-Krise hatte die Notenbank ihre Geldpolitik im vergangenen Jahr mehrfach stark gelockert.