Eurozone: Inflation überraschend gesunken

dpa-AFX

LUXEMBURG (dpa-AFX) - In der Eurozone ist die Inflation entgegen den Erwartungen von Experten zurückgegangen. Im Oktober habe der Preisanstieg im Jahresvergleich bei 1,4 Prozent gelegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag nach einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten stattdessen erwartet, dass die Teuerung auf dem Niveau vom Vormonat bei 1,5 Prozent verharren würde.

Auch die Kerninflation, die Energie und Lebensmittel ausklammert, fiel überraschend schwach aus. Sie lag im Oktober der ersten Schätzung zufolge nur bei 0,9 Prozent, nach 1,1 Prozent im Vormonat. Experten hatten hier ebenfalls mit einer Stagnation zum Vormonat gerechnet.

Sowohl die Gesamtinflation als auch die Kernteuerung liegen damit noch deutlicher als zuletzt unter dem anvisierten Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent. Weil dieses Ziel über einen längeren Zeitraum nicht mehr erreicht wurde, hatte die EZB ihre Geldpolitik in der Vergangenheit extrem gelockert. Bei ihrer jüngsten Sitzung hatte sie aber angekündigt, ihre monatlichen Wertpapierkäufe ab Januar zu halbieren.

Teurer als ein Jahr zuvor war im Oktober vor allem Energie (plus 3,0 Prozent). Aber auch für Lebens- und Genussmittel musste deutlich mehr gezahlt werden.