Eurozone: Geldmenge wächst etwas stärker

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Geldmenge im Euroraum ist im September etwas stärker gewachsen. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte, erhöhte sich die breit gefasste Geldmenge M3 zum Vorjahresmonat um 5,1 Prozent. Im Vormonat hatte die Rate 5,0 Prozent betragen. Analysten hatten mit einer unveränderten Rate gerechnet.

Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 beschleunigte sich von 9,5 auf 9,7 Prozent. M1 gilt aufgrund seines hohen Anteils an kurzfristigen Bankeinlagen als guter Konjunkturindikator.

Die Kreditvergabe an private Haushalte stieg im September wie im Vormonat um 2,7 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Kreditvergabe an Unternehmen außerhalb des Finanzsektors erhöhte sich um 2,5 Prozent, nach 2,4 Prozent im Vormonat. Die lange Zeit sehr schwache Kreditvergabe wächst seit einiger Zeit wieder etwas stärker. An die hohen Wachstumsraten aus der Zeit vor der Euro-Krise reicht die aktuelle Entwicklung aber nicht heran.