Eurozone: Geldmenge wächst erneut schwächer

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Geldmenge in der Eurozone ist im November erneut schwächer gewachsen. Die breit gefasste Geldmenge M3 erhöhte sich im Jahresvergleich um 4,8 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer Jahresrate von 5,0 Prozent gerechnet. Im Oktober hatte das Wachstum 5,1 Prozent im Jahresvergleich betragen und im September 6,8 Prozent.

Die enger gefasste Geldmenge M1 wuchs im November wesentlich schwächer. Sie stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,4 Prozent, nach einer Jahresrate von 3,8 Prozent im Vormonat. Die Kreditvergabe durch die Geschäftsbanken an die privaten Haushalte erhöhte sich um 4,1 Prozent, nach 4,2 Prozent im Monat zuvor. Die Kreditvergabe an Unternehmen außerhalb der Finanzbranche stieg im November um 8,4 Prozent. Im Oktober hatte der Anstieg noch bei 8,9 Prozent gelegen.

Zahlen zur Geld- und Kreditmenge können Hinweise auf die konjunkturelle Dynamik geben. Aufschlussreich kann etwa die Entwicklung der engeren Geldmenge M1 sein, da sie kurzfristig verfügbare Einlagen und den Bargeldbestand umfasst. Normalerweise steigen beide Aggregate in wirtschaftlichen Aufschwungphasen und sinken in schwächeren Phasen.