Eurozone: Anstieg der Erzeugerpreise schwächt sich weiter deutlich ab

LUXEMBURG (dpa-AFX) -Der Anstieg der Erzeugerpreise in der Eurozone hat sich weiter deutlich abgeschwächt. Im November erhöhten sich die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, auf Jahressicht um 27,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Im Vormonat hatte der Anstieg noch bei 30,5 Prozent und im September bei 41,9 Prozent im Jahresvergleich gelegen. Analysten hatten im Durchschnitt im November eine Rate von 27,5 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Erzeugerpreise um 0,9 Prozent.

Besonders deutlich verringerte sich der Preisauftrieb im Energiesektor. Zum Vorjahresmonat verteuerte sich Energie zwar immer noch um sehr hohe 55,7 Prozent. Im Oktober hatte der Anstieg aber noch bei 64,9 Prozent gelegen und im September bei 108,0 Prozent. Gegenüber dem Vormonat fielen die Energiepreise um 2,2 Prozent.

Vorleistungsgüter, die besonders wichtig für die laufende Produktion sind, verteuerten sich im Jahresvergleich kräftig. Allerdings schwächt sich der Preisauftrieb hier seit einigen Monaten ab.

Die Erzeugerpreise erfassen den Preisdruck auf Herstellerebene, indem sie die Verkaufspreise der Produzenten abbilden. Die Entwicklung wirkt sich in der Regel auch auf die Verbraucherpreise aus, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Angesichts der hohen Teuerung hat die EZB ihre Leitzinsen zuletzt deutlich angehoben.