Europas Grüne fordern FIFA zur Einflussnahme auf Russland auf

Europas Grüne fordern FIFA zur Einflussnahme auf Russland auf

Europas Grüne verlangen vom Fußball-Weltverband FIFA, in Menschenrechtsfragen während der WM-Endrunde in Russland auf den Gastgeber Einfluss zu nehmen. "Wir fordern die FIFA und ihre Mitglieder auf, die Menschenrechtssituation in Russland zu thematisieren, für die Freilassung politischer Gefangener aus russischen Gefängnissen zu kämpfen und endlich Verantwortung für den Schutz von Menschenrechten zu übernehmen - auch bei der Auswahl künftiger Gastgeberländer", hieß es in einer Pressemitteilung der Fraktion der Grünen/EFA im Europäischen Parlament.
In Zusammenarbeit mit dem Memorial Human Rights Centre Russia hat die Fraktion eine Karte von Russland erstellt, die auf die Situation der politischen Gefangenen aufmerksam macht und "die Opfer staatlicher Repression aus ihrer Anonymität herausholt", hieß es in der Mitteilung. 
Die Kampagne beinhaltet eine Liste der politischen Gefangenen und eine offene Petition an die FIFA. "Wir rufen die Fans auf, diese während der Weltmeisterschaft zu unterzeichnen", schrieben die Grünen.
"Die Entscheidung der FIFA, Russland und Katar als Gastgeber für die Weltmeisterschaft zu wählen, bleibt falsch. Wir wollen die derzeitige Aufmerksamkeit nutzen und über die skandalösen Menschenrechtssituation und über die mehr als 150 politischen Gefangenen informieren, darunter viele Ukrainer, die in ganz Russland hinter Gittern sitzen", sagte Rebecca Harms, Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Expertin für Russland und Osteuropa: "Unterschreibt, teilt und verbreitet diese Petition und fordert mit uns die FIFA auf, sich für die Freilassung der politischen Gefangenen einzusetzen und für die Freiheit all derer zu kämpfen, die in Russland zu Unrecht im Gefängnis sitzen."