Europas Arbeitgeber sehen Brexit als Wachstumsrisiko

In Europa stehen die Zeichen für den wirtschaftlichen Aufschwung auf grün. Die einzige Unsicherheit - aber die ist erheblich - heißt Brexit.

So sehen es nicht nur Brüsseler Spitzenbeamte, sondern auch die europäischen Arbeitgeber.

Der Chef des deutschen Industrieverbands BDI, Dieter Kempf, bedauert die Unklarheit der britischen Regierung in bezug auf die künftigen Handelsbeziehungen.

Es werde sehr schwer sein, ein völlig neues Abkommen aus dem Hut zu zaubern, so Kempf gegenüber Euronews.

Am besten sei, man nehme ein bestehendes, das mit Kanada, und sage dann, was man davon wolle und was nicht.

Angesichts der davon laufenden Zeit, sei dies die einzige Chance, noch etwas zustande zu bringen, sagte Kempf.

Kempf war Gast einer Veranstaltung des europäischen Arbeitgeberverbandes Businesseurope, bei dem auch Michel Barnier sprach, der EU-Chefunterhändler.

Sein Ratschlag: Europa müsse den Brexit-Prozess mit großer Einigkeit durchlaufen, vor allem bei der wichtigen sozialen und wirtschaftlichen Errungenschaft, dem gemeinsamen Markt.

In dieser Woche will die EU ihre künftigen Brexit-Leitlinien vorlegen.