Hausding/Rüdiger zittern sich zum Olympia-Ticket

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Hausding/Rüdiger zittern sich zum Olympia-Ticket
Hausding/Rüdiger zittern sich zum Olympia-Ticket

Die frisch gekürten Europameister Patrick Hausding und Lars Rüdiger hätten bei der Wassersprung-DM in Berlin um ein Haar ihr fest eingeplantes Olympia-Ticket verloren.

Das favorisierte Duo kam im Synchron-Finale vom 3-m-Brett nach einem schweren Patzer von Hausding nur auf den dritten Platz. Da aber für die Nominierung des Olympia-Quotenplatzes auch die Leistung des Vorkampfes berücksichtigt wird, konnten Hausding/Rüdiger am Ende aufatmen.

"Auch Topleute wie Patrick Hausding sind keine Computer, solche Fehler passieren", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow dem SID. Rekord-Europameister Hausding hatte beim dreieinhalbfachen Auerbachsalto das Bein nicht zu packen bekommen und war "wie eine Katze" (Buschkow) ins Wasser geplumpst.

Eine Erklärung für den Fehler ist die mehrwöchige Wettkampfserie der Kader-Springer mit Stationen in Dresden (Vorbereitung), Tokio (Olympia-Quali), Budapest (EM) und nun in Berlin.

Im Einzel-Wettbewerb vom 3-m-Brett der Frauen setzte sich in Tina Punzel (Dresden) dagegen die Favoritin durch. Die Europameisterin gewann mit 335,35 Punkten vor ihrer Synchron-Partnerin Lena Hentschel (300,65) und wird den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) in dieser Disziplin auch bei Olympia vertreten.

Bei den nationalen Titelkämpfen, die im Rahmen von "Die Finals 2021" stattfinden, werden die ersprungenen DSV-Quotenplätze personenbezogen vergeben. In Tokio werden deutsche Wasserspringer in sieben von acht olympischen Disziplinen an den Start gehen. Lediglich im Turm-Synchronspringen konnte kein Quotenplatz erkämpft werden.