Europa League: Youngster führt die Austria zum Sieg in Rijeka

Die Wiener Austria hat die Aufstiegschancen in der Fußball-Europa-League gewahrt. Die Truppe von Trainer Thorsten Fink feierte am Donnerstagabend bei HNK Rijeka einen verdienten 4:1-(1:0)-Sieg und zog in der Gruppe D an den Kroaten vorbei auf Rang drei. Der Rückstand auf das zweitplatzierte AEK Athen konnte auf zwei Zähler verringert werden, Leader AC Milan ist vier Punkte entfernt.

Die Wiener Austria hat die Aufstiegschancen in der Fußball-Europa-League gewahrt. Die Truppe von Trainer Thorsten Fink feierte am Donnerstagabend bei HNK Rijeka einen verdienten 4:1-(1:0)-Sieg und zog in der Gruppe D an den Kroaten vorbei auf Rang drei. Der Rückstand auf das zweitplatzierte AEK Athen konnte auf zwei Zähler verringert werden, Leader AC Milan ist vier Punkte entfernt.

Dominik Prokop mit einem Doppelpack (41., 62.), Tarkan Serbest (73.) und Christoph Monschein (83.) fixierten im vierten Anlauf den ersten Sieg. Die Revanche für das 1:3 in Wien vor zwei Wochen hätte nicht besser gelingen können. Einmal mehr untermauerten die Wiener ihre Auswärtsstärke, in der laufenden Europacup-Saison waren sie zuvor auch schon in Limassol (2:1), Osijek (2:1) und Athen (2:2) ungeschlagen geblieben. Für die in der Liga zuletzt schwächelnden Kroaten, bei denen der Ex-Austrianer Alexander Gorgon bis zur 84. Partie spielte, war ein Treffer von Domagoj Pavicic (61.) die einzige Ausbeute, Josip Misic sah die Rote Karte (72./Tätlichkeit).

Fink wollte von seiner Mannschaft einen "frechen" Auftritt sehen. Den bekamen die fast 8.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion Rujevica auch geboten. Die Wiener setzten auf Pressing, attackierten früh, hatten jedoch auch gleich einmal eine Schrecksekunde zu überstehen. Der anstelle des angeschlagenen Wien-Doppel-Torschützen Mario Gavranovic als Mittelstürmer agierende Gorgon setzte einen Linksschuss mit dem Außenrist knapp daneben (5.). Auf der anderen Seite fiel ein Serbest-Kopfball zu schwach aus (12.) und scheiterte Felipe Pires mit einem Weitschuss an Rijeka-Tormann Andrej Prskalo (13.).

Gorgon gefährlichster Mann in Hälfte eins

In der 18. Minute hätten die Hausherren beinahe von einem Schnitzer von Thomas Salamon profitiert. Gorgon scheiterte diesmal aus guter Position an Patrick Pentz, der glänzend zur Ecke abwehrte (18.). Zehn Minuten später hatten die Wiener auch etwas Glück. Der Brasilianer Heber wurde bei einem Zweikampf im Strafraum im Fallen von Abdul Kadiri Mohammed mit dem Kopf getroffen, der dänische Referee Jakob Kehlet entschied aber auf Schwalbe.

Allgemein hatten die Wiener vor der Pause etwas mehr vom Spiel, Gefahr gab es auch immer wieder bei Standardsituationen, wie einem Holzhauser-Freistoß, bei dem Kevin Friesenbichler hauchdünn nicht zum Kopfball kam (34.). Jubeln durften die Gäste kurze Zeit später. Der bis dahin kaum in Erscheinung getretene Prokop ließ dank seiner Dribbelstärke und Schnelligkeit die gesamte Rijeka-Abwehr schlecht aussehen und vollendete zum 0:1 (41.).

Eiskalter Doppelschlag der Austria

Nach dem Seitenwechsel nahm die Qualität der Partie noch einmal zu, beiden Teams war anzumerken, dass ihnen nur ein Sieg weiterhilft, die Austria lehnte sich alles andere als zurück. Pavicic brachte den kroatischen Doublesieger aber vorerst zurück ins Spiel, schoss ein, nachdem Gorgon ideal für ihn zurückgelegt hatte (61.).

Die Antwort der Austria ließ keine Minute auf sich warten. Nach Gluhakovic-Hereingabe traf Prokop mithilfe der Innenstange (62.). Felipe Pires hätte nachlegen können, scheiterte aber alleine stehend an Prskalo (64.). Dessen Gegenüber war bei einem Pavicic-Abschluss auf dem Posten (70.). Zwei Minuten danach schwächten sich die Gastgeber selbst, Misic sah nach einer Tätlichkeit gegen Prokop eine harte Rote Karte.

Es war der Anfang vom Ende Rijekas. Serbest per Kopf nach Holzhauser-Freistoß und ungewollter Gorgon-Kopf-Verlängerung (73.) sowie "Joker" Monschein nach Vorarbeit des überragenden Holzhauser (83.) sorgten für klare Verhältnisse. Der Befreiungsschlag nach fünf sieglosen Austria-Pflichtspielen in Folge hätte nicht besser ausfallen können. Es war der siebente Sieg im zehnten Europacup-Auswärtsspiel unter Fink. Der konnte auch aus einem anderen Grund zufrieden sein. Mohammed gab in der Abwehr sein Comeback, auch Heiko Westermann und Ismael Tajouri waren mit von der Partie. Das Wiener Lazarett hat sich also verkleinert.

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