Europa League: Ein Trio mit Problemen: Köln, Hoffenheim und Berlin wollen dennoch siegen

Eine reibungslose Vorbereitung auf die Europa-League-Duelle wäre für den 1. FC Köln , 1899 Hoffenheim und Hertha BSC wichtig. Stattdessen aber störten einige Nebengeräusche.

Eine reibungslose Vorbereitung auf die Europa-League-Duelle wäre für den 1. FC Köln, 1899 Hoffenheim und Hertha BSC wichtig. Stattdessen aber störten einige Nebengeräusche.

Ein Flugzeug-Defekt, eine Trainerdiskussion, ein wechselwilliger Stürmer: Anstatt mit höchster Konzentration die wegweisenden Europa-League-Duelle in Angriff zu nehmen, mussten die drei Fußball-Bundesligisten Hertha BSC, 1. FC Köln und 1899 Hoffenheim ganz andere Baustellen bearbeiten.

Auf die störenden Nebengeräusche hätte das Trio dabei gerne verzichtet - die Missionen allein sind schließlich anspruchsvoll genug.

Für die Kölner könnte das Heimspiel am Donnerstag (19.00 Uhr im LIVETICKER) gegen den FC Arsenal international im schlimmsten Fall sogar auf absehbare Zeit das letzte sein.

Nicht nur, weil der Einzug in die K.o.-Runde bei einer Niederlage eventuell schon nicht mehr möglich wäre, sondern weil als Tabellenletzter der Bundesliga eine rasche Rückkehr auf die große Bühne unwahrscheinlich ist.

Effzeh stärkt Stögers Rücken

Und genau die Situation bringt Kölns Trainer Peter Stöger in Bredouille. Die Klubführung stärkte Stöger nach dem höchst unglücklichen 0:1 am vergangenen Wochenende beim FSV Mainz 05 zwar erneut den Rücken, dennoch klang das irgendwie anders als zuletzt.

"Peter wird die Mannschaft diese Woche wie gewohnt vorbereiten und auch gegen Arsenal und Hertha BSC auf der Bank sitzen", sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle. Die zeitliche Komponente in seiner Antwort ließ zumindest Raum für Spekulationen.

Überraschen dürfte Stöger die Aussage nicht, schließlich hat er bereits betont, dass der Trainerjob ein "Wochenjob" sei, "es geht immer nur um die Vorbereitung auf das nächste Spiel."

Hoffenheim bei Niederlage raus

Und wenn die Kölner in diesem eben nicht punkten, dürfte der Zug in die nächste Runde abgefahren sein - und Stöger noch mehr Rückhalt verlieren.

Keine Sorgen um seinen Job muss sich in Hoffenheim Trainer Julian Nagelsmann vor der Partie bei Sporting Braga (21.05 Uhr im LIVETICKER) trotz der schwierigen Ausgangslage - bei einer Niederlage wären die Kraichgauer raus - machen.

Vielmehr beschäftigen dürfte Nagelsmann die Zukunft von Sandro Wagner, der am liebsten sofort zum Rekordmeister Bayern München wechseln würde.

"Wir wollen international überwintern"

In Braga kann Nagelsmann jedenfalls schonmal die "Nach-Wagner-Ära" testen, denn der Nationalspieler fehlt wegen einer Magen-Darm-Infektion.

Ergeben wollen sich die Hoffenheimer ihrem Schicksal deshalb aber noch lange nicht. "Wir haben das klare Ziel, die Vorrunde zu überstehen. Wir wollen international überwintern", sagte Sportchef Alexander Rosen.

Diesen Plan verfolgen auch die Berliner, deren Probleme im Vorfeld ganz anderer Natur waren. Durch den Defekt am Flieger wurde nämlich "nur" die Planung durcheinander gewirbelt.

Hertha BSC hat "eine große Aufgabe" vor sich

Das Abschlusstraining vor dem vorletzten Gruppenspiel bei Athletic Bilbao am Donnerstag (19.00 Uhr im LIVETICKER) fand im nasskalten Berlin statt im sonnigen Baskenland statt.

Von einem erfolgreichen Auftritt soll das die Mannschaft von Trainer Pal Dardai aber nicht abhalten. "Wir haben in Bilbao eine große Aufgabe vor uns. Wir versuchen mit allen Mitteln, dort zu gewinnen, um weiter alle Chancen auf die nächste Runde zu haben", sagte Dardai.

Bei einem Sieg hätte man im letzten Gruppenspiel am 7. Dezember zu Hause gegen Östersunds FK das Erreichen der Zwischenrunde im K.o.-Format wieder in der eigenen Hand - und das wäre doch eine tolle Aussicht.

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