Europa League: Aus der Traum: Köln verliert in Belgrad und scheidet aus

Der 1. FC Köln hat die K.o.-Runde der Europa League verpasst. Der Effzeh verlor das letzte Gruppenspiel bei Roter Stern Belgrad mit 0:1 (0:1) und musste sich damit aus dem internationalen Geschäft verabschieden.

Der 1. FC Köln hat die K.o.-Runde der Europa League verpasst. Der Effzeh verlor das letzte Gruppenspiel bei Roter Stern Belgrad mit 0:1 (0:1) und musste sich damit aus dem internationalen Geschäft verabschieden.

In seinem ersten Spiel als Interimstrainer stellte sich das Team von Stefan Ruthenbeck angesichts der insgesamt 14 Ausfälle von selbst auf. Die rund 5.500 mitgereisten Effzeh-Fans sahen nach gut zehn Minuten die ersten Halbchancen von Sörensen und Jojic, bevor Roter Stern eiskalt zuschlug: In Olkowskis Rücken hatte sich Rodic davongestohlen, seine Hereingabe verwertete Srnic eiskalt.

Nach dem erst dritten Tor in der Gruppenphase zogen sich die Gastgeber etwas weiter zurück, die Kölner hatten mehr vom Spiel, traten aber ohne große Durchschlagskraft auf. Das änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht: Zwar kamen Osako und Guirassy noch einmal zu guten Gelegenheiten, aber im Abschluss war der Effzeh einfach zu harmlos.

Die cleveren Serben verwalteten das Spiel nur noch, der eine oder andere Konter wurde in der Schlussphase etwas schlampig ausgespielt. Letzten Endes fehlte bei der Kölner Rumpftruppe auch die Überzeugung.

Die Daten zum Spiel

Tor: 1:0 Srnic (22.)

  • Roter Stern gewann in dieser Pflichtspielsaison alle 22 Pflichtspiele nach Pausenführung.
  • Nur in 4 der 22 Pflichtspiele der laufenden Saison blieb der FC ohne Gegentor: Beim 5:0 gegen den Fünftligisten Leher TS in der 1. Pokalrunde sowie in der Bundesliga in Hannover und gegen Bremen (je 0:0) und beim 1:0 gegen Arsenal in der EL.
  • Stefan Ruthenbeck ist der zweite Kölner Trainer, der sein Debüt auf der FC-Bank in einem Europapokal-Spiel gab: Zlatko Cajkovski übernahm im September 1973 das Amt von Rudi Schlott und debütierte beim 0:0 bei Eskisehispor in der ersten Runde des UEFA-Pokals.

Der Star des Spiels: Slavoljub Srnic

Ein klasse Abschluss bei der ersten Chance für Roter Stern machte am Ende den Unterschied. Auch sonst präsentierte sich Srnic mit guter Passquote und ordentlich im Zweikampf. Ebenfalls stark: Rodic auf der linken Abwehrseite.

Der Flop des Spiels: Pawel Olkowski

Als Rechtsverteidiger in der Viererkette mehrfach nicht auf der Höhe, ließ Rodic vor dem Gegentor in seinem Rücken laufen. Gewann insgesamt nur drei seiner acht Zweikämpfe, wurde dementsprechend auch als erster Spieler von Ruthenbeck rausgenommen.

Der Schiedsrichter: Bobby Madden (Schottland)

Hatte keine großen Schwierigkeiten in der Partie, zeigte wegen der einen oder anderen unfairen Aktion insgesamt vier Gelbe Karten. Richtige Entscheidung, als er im Zweikampf zwischen Boakye und Sörensen nicht auf Notbremse entschied.

Reaktion des Kölner Trainers:

Stefan Ruthenbeck (Trainer 1. FC Köln): "Das ist bitter. Belgrad hatte bis zur 90. Minute nur eine Torchance, wir hatten gerade in der ersten Halbzeit unsere Möglichkeiten. Wir haben alles versucht. Ich hatte aber das Gefühl, dass der eine oder andere da vorne nicht geglaubt hat, Tore zu machen. Da fehlte es an Selbstvertrauen. Das ist normal, wenn man die Probleme hat, die wir gerade haben."

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