Europa League: Hertha verpasst zum Auftakt gegen Bilbao einen Sieg

Hertha-Kapitän Vedad Ibisevic (vorn) versucht ebenso artistisch wie vergeblich, den Ball im Bilbao-Tor unterzubringen

Berlin.  Genki Haraguchi hatte die letzte Chance des Spiels. Der eingewechselte Japaner von Hertha BSC stürmte auf das Tor von Athletic Bilbao zu. Es lief die 89. Minute. Doch bevor Haraguchi einen vernünftigen Schuss ansetzen konnte, rutschte doch noch ein baskisches Bein dazwischen. Ein Sinnbild. Hertha belohnt sich im ersten Europa-League-Auftritt seit fast acht Jahren nicht für eine vor allem starke zweite Halbzeit. Nichts gewonnen, nichts verloren.

So lautet das Fazit eines umkämpften Duells. Gegen den wohl stärksten Kontrahenten der Gruppe J, Athletic Bilbao, hieß es am Ende vor nur 28.832 Zuschauern im Olympiastadion 0:0. "Eine sehr gute zweite Halbzeit von uns. Nur der letzte Pass hat gefehlt", analysierte Trainer Pal Dardai. "Mich ärgert das etwas. Aber wir müssen zufrieden sein."

So mager die Kulisse war, so lautstark war die Unterstützung aus der Ostkurve. Was war noch anders im Europacup-Modus, neben dem Umstand, dass die Spieler durch ein Europa-League-Bogen das Spielfeld betraten? So hatte der Vierte Offizielle gute Ohren und ordnete an, dass die Stadionregie mitteilte: "Das Benutzen von Schiedsrichterpfeifen ist während des Spiels auf den Tribünen untersagt."

Ersatzkeeper Kraft macht ein ordentliches Spiel

Dann bekam Mitchell Weiser internationale Unerbittlichkeit zu spüren: Er führte einen Freistoß rasch aus, sofort war Salomon Kalou auf der linken Seite an der halben Abwehr vorbei, Pfiff – und Gelbe Karte für Weiser. Schiedsrichter Ivan Kruzliak hatte mit seiner Pfeife Ma...

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