Europa League: Hertha trifft auf den verrücktesten Klub Europas

Die Profis von Östersund präsentieren sich nicht nur auf dem Rasen als verschworenes Team, sondern feiern auch auf der Kulturbühne Erfolge

Berlin/Östersund.  Per Skjelbred ist der einzige bei Hertha BSC, der den kommenden Gegner Östersunds FK wirklich gut kennt. "Die haben in Schweden nie eine Rolle gespielt, aber in den letzten Jahren konnten sie sich unter den besten Klubs etablieren. Das Stadion dort ist klein, die Atmosphäre aber gut. Das wird eine besonders schwere Aufgabe", sagt der Norweger vor dem Europa-League-Spiel am Donnerstag (19 Uhr/Sport 1).

Besonders ist genau das richtige Wort, um Östersunds FK zu beschreiben. Was nicht etwa an dem kleinen Stadion liegt (nur 8500 Plätze). Auch nicht am Kunstrasenplatz, der Herthas Fußballer in Schweden erwartet. Hinter dem Aufstieg des Klubs steht eine besondere Geschichte, und die hat vor allem mit Karin Wahlen zu tun.

Wahlen ist eine schlanke Frau, mit schwarzen Haaren und einem dauerhaften Lächeln im Gesicht. Ihre gute Laune ist ansteckend, was schon mal nicht schaden kann, wenn man wie sie als Kulturcoach mit Profifußballern arbeitet, denen ja nachgesagt wird, dass die sich eher weniger für Kultur interessieren würden. Fußballklubs beschäftigen inzwischen allerhand von Spezialisten: Athletiktrainer, Mentaltrainer, Yoga-Lehrer. Aber in ihrer Funktion als Kulturcoach ist Wahlen einzigartig in Europa. "Ich bin die Einzige, die nie zu einem Kollegentreffen oder Fachkongress fahren kann", sagt sie der Morgenpost und lacht.

Die Kulturrevue der Profis ist sehr beliebt

Wahlens Aufgabe klingt bizarr, bezogen auf die Welt des Leistungssports. Jedes Jahr arbeitet sie mehrere Wochen mit der M...

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