Europa League: Freiburg zurück in Europa: "Freuen uns total"

Der SC Freiburg feiert seine Rückkehr auf die europäische Bühne. In der 3. Qualifikationsrunde für die Europa League wollen die Breisgauer NK Domzale besiegen - und dann eine weitere furiose Saison abliefern.

Der SC Freiburg feiert seine Rückkehr auf die europäische Bühne. In der 3. Qualifikationsrunde für die Europa League wollen die Breisgauer NK Domzale besiegen - und dann eine weitere furiose Saison abliefern.

Christian Streich schaut stets über den Tellerrand hinaus, das Abenteuer in der Europa League ist für den Trainer des SC Freiburg daher auch nur ein Teil des Ganzen. "Wir freuen uns total auf die Spiele", sagte Streich der Badischen Zeitung, "aber wir haben auch im Blick, was im September, Oktober und November ist."

Der Klassenerhalt in der Bundesliga besitzt für die Breisgauer nämlich auch in dieser Spielzeit absolute Priorität, Begegnungen auf internationalem Parkett sind nur der Bonus für die zurückliegende Traumsaison. Ohnehin muss am Donnerstag (21.05 Uhr im LIVETICKER) im Hinspiel gegen den slowenischen Pokalsieger NK Domzale erst einmal eine ordentliche Grundlage geschaffen werden, um eine Woche später in die Playoffs für die Gruppenphase einzuziehen und sich Gedanken über mehr zu machen.

Und die Partien gegen den Underdog werden alles andere als ein Selbstläufer - zumindest in den Augen von Streich. "Sie sind aggressiv, ambitioniert und taktisch gut geschult", sagte Streich, der seinen Co-Trainer Patrick Baier zur Inspektion in das Herz Sloweniens schickte.

Freiburg gut in Form

Dessen Beobachtungen ("Ein sehr diszipliniertes und defensiv gut besetztes Team") bestärkten Streich in seiner Einschätzung. Verstecken muss sich der Sport-Club aber nicht, er geht trotz der Abgänge von U21-Europameister Maximilian Philipp (Borussia Dortmund) und Vincenzo Grifo (Borussia Mönchengladbach) als Favorit in die beiden Duelle.

Nicht zuletzt wegen der gelungenen Generalprobe im Trainingslager in Schruns, wo der niederländische Meister Feyenoord Rotterdam bezwungen wurde (1:0), ist die Zuversicht groß. "Ich habe viele gute Sachen gesehen. Wir hatten eine gute Struktur im Spiel, haben wenig zugelassen", sagte Sport-Vorstand Jochen Saier. Streichs Fazit fiel gewohnt nüchtern aus, das Team habe "fleißig alles abgearbeitet, was wir uns vorgenommen haben."

Solche Erfolgserlebnisse und ein guter Saisonstart sowohl in der Europa League, im DFB-Pokal und in der Liga sind für Kapitän Julian Schuster unerlässlich, um eine erfolgreiche Spielzeit zu absolvieren. "Dann haben wir Ruhe im Verein und können in einen Flow kommen", sagte er, "dann gibt es auch keine negativen Gedanken."

Die hatte es im Umfeld nämlich gegeben, als Freiburg sich für die Europa League qualifiziert hatte. Das intensive Pensum in drei Wettbewerben kann so ein kleiner Verein schließlich nicht stemmen, hieß es immer wieder. Beim SC ist man sich der Schwere der Herausforderung ebenfalls bewusst. "Europa League und Bundesliga ist sicherlich schwierig", sagte Mittelfeldspieler Amir Abrashi: "Aber erstmal müssen wir die Gruppenphase erreichen."

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