Europa League: 1899 Hoffenheim verliert gegen Sporting Braga

Ein Tiefschlafstart mit Turbo-Gegentor hat 1899 Hoffenheim aus allen Europacup-Täumen gerissen. Der international erneut indisponierte Bundesligist unterlag am vorletzten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase 1:3 (0:1) bei Sporting Braga und ist vorzeitig gescheitert. Die Hoffenheimer haben in ihrer internationalen Premierensaison das formulierte Ziel - den Einzug in die K.o.-Phase - klar verfehlt.

Ein Tiefschlafstart mit Turbo-Gegentor hat 1899 Hoffenheim aus allen Europacup-Täumen gerissen. Der international erneut indisponierte Bundesligist unterlag am vorletzten Spieltag der Europa-League-Gruppenphase 1:3 (0:1) bei Sporting Braga und ist vorzeitig gescheitert. Die Hoffenheimer haben in ihrer internationalen Premierensaison das formulierte Ziel - den Einzug in die K.o.-Phase - klar verfehlt.

"Das frühe Gegentor war sehr ärgerlich. Das kann man ganz leicht verteidigen. Das sehr schnelle 0:1 spielt der ohne defensiv eingestellten Heim-Mannschaft natürlich in die Karten. Wir waren in der gesamten Saison der Europa League nicht gut genug, um uns ein Weiterkommen zu verdienen", sagte Julian Nagelsmann nach der Partie.

Marcelo Goiano nach 45 Sekunden und Fransergio (81., 90.+3) trafen gegen die Hoffenheimer - die auf Nationalstürmer Sandro Wagner, Eugen Polanski, Robin Hack, Benjamin Hübner und Pavel Kaderabek verzichten mussten.

Die abschließende Begegnung am 7. Dezember gegen den bulgarischen Serienmeister Ludogorez Rasgrad ist für die TSG damit bedeutungslos. Daran änderte auch der Treffer von Mark Uth (74.) nichts. Adam Szalai sah Sekunden vor dem Abpfiff wegen einer Tätlichkeit noch die Rote Karte.

Vor 12.000 Zuschauern im Estadio Municipal waren die Gäste noch gar nicht richtig auf dem Platz, da lagen sie schon zurück. Die Konfusion in der Hoffenheimer Defensive nutzte Goina zur Führung.

Diesen völlig verkorksten Beginn hatte Trainer Julian Nagelsmann nicht erwartet. "Ich bin sehr optimistisch, mein Bauchgefühl ist sehr gut", hatte der Coach im Vorfeld gesagt.

Schwache Chancenverwertung der Hoffenheimer

Die Hoffenheimer, die das Hinspiel aufgrund der schwachen Chancenverwertung trotz klarer Überlegenheit 1:2 verloren hatte, kamen zunächst überhaupt nicht in die Partie. Ein zweites Gegentor in der Anfangsphase wäre möglich gewesen, der unzufriedene Nagelsmann schrie sich an der Seitenlinie die Seele aus dem Leib.

Das Fehlen Wagners, der im Winter voraussichtlich zu Rekordmeister Bayern München wechseln wird, spielte beim schlechten Auftakt keine Rolle - die Kraichgauer kamen erst gar nicht gefährlich in den Strafraum der Portugiesen.

Auch Mitte der ersten Hälfte hatte sich die TSG noch keine echte Torchance erarbeitet. Der Auftritt des Bundesliga-Sechsten im strömenden Regen im Norden Portugals war erschreckend schwach.

Personelle Änderung in der Pause

Daran änderte sich auch in der Folge nichts. In der Offensive ging so gut wie nichts, die Defensive war immer wieder anfällig. Über einen Strafstoß für Braga nach einem Zweikampf zwischen TSG-Torwart Oliver Baumann und Paulinho (44.) hätten sich die Hoffenheimer nicht beschweren dürfen. Das beste am ersten Durchgang war der knappe Rückstand, Nagelsmann musste in der Pause personell reagieren.

Das tat der Trainer auch. Er brachte die offensive Bayern-Leighabe Serge Gnabry für den defensiven Harvard Nordtveit. Die Maßnahme brachte erst einmal nicht den gewünschten Erfolg.

Die Hoffenheimer, die in der Qualifikation zur Champions League am FC Liverpool gescheitert waren, konnten sich kaum steigern. Deshalb brachte Nagelsmann schon in der 52. Minute Uth - einen weiteren Stürmer.

Fransergio erzielt Doppelpack

Nur Sekunden später vergab Gnabry die erste Großchance der Kraichgauer (53.). Danach wurden die Hoffenheimer endlich stärker und drängten auf den Ausgleich. In der 59. Minute hätte Uth eigentlich treffen müssen.

In der 66. Minute zog Nagelsmann sein letztes Ass aus dem Ärmel und brachte in Adam Szalai noch einen Angreifer.

Nach einem Freistoß von Kerem Demirbay war Uth dann zur Stelle und erzielte den Ausgleich, auf der Gegenseite gelang dann Fransergio der entscheidende Doppelpack.

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